Filme und Serien im Juni 2015 – Teil 2

DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER (Deutschland 1954, Regie: Kurt Hoffmann)

das fliegende klassenzimmer

(Fassung: DVD, DeAgostini, Deutschland)

Hoffmanns Film ist die erste von bis heute insgesamt drei Kinoverfilmungen des Kinderbuchklassikers von Erich Kästner. DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER ist durchweg positiv, im Zentrum des Films stehen die Freundschaft verschiedener Schüler, ihre Loyalität und ihr Mut. Großartige Konflikte sind entweder erst gar nicht vorhanden, oder lösen sich relativ schnell in Wohlgefallen auf und auch für scheinbar gefährliche oder traurige Vorkommnisse wartet hinter der nächsten Ecke das sichere Happy End. Das kann man gerne kitschig finden, mir persönlich hat vor allem die glaubwürdige Zeichnung der kindlichen Protagonisten sehr gut gefallen. Es ist einfach schön zu sehen, wie sie in allen Situationen füreinander einstehen, immer zusammenhalten und in dem vertrauensvollen Lehrer Justus (Paul Dahlke) auch einen (von insgesamt zwei) Erwachsenen an ihrer Seite haben, der ihnen mit Verständnis begegnet und sie unterstützt. Zudem ist Hoffmanns Film ausgesprochen witzig ausgefallen, es gibt ein paar einfach nur urkomische Sequenzen und die Kommentare des Off-Erzählers sind oft mit fast schon staubtrockenem Humor vorgetragen.

Ein wirklich schöner Film, den ich allerdings zur falschen Jahreszeit gesehen habe. Als ich die DVD spontan aus dem Regal zog, war mir nicht bewusst, dass die Handlung von DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER in der Vorweihnachtszeit angesiedelt ist. Wenn dann am Ende plötzlich “Oh Tannenbaum“ ertönt, ist das Mitten im Juni schon etwas strange. 😀

Persönliche Bewertung: Gut!

WALK OF SHAME (USA 2014, Regie: Steven Brill)

walk of shame

(Fassung: Blu-ray, Universum, Deutschland)

Der deutsche Titel “Mädelsabend“ klingt nach typischer Partykomödie und wird dem Film definitiv nicht gerecht. Ein Mädelsabend ist zwar der Ausgangspunkt des WALK OF SHAME, den Elizabeth Banks im Originaltitel des Films antreten muss, hat aber sonst nicht viel mit der Handlung zu tun. WALK OF SHAME steht eher in der Tradition von Filmen wie INTO THE NIGHT, AFTER HOURS, ADVENTURES IN BABYSITTING, DATE NIGHT oder auch RUN, in denen eine Person eigentlich nur von A nach B gelangen will und aufgrund widriger Umstände von einem Schlamassel in den nächsten schlittert.

In Brills Film ist es die von Elizabeth Banks gespielte Nachrichtensprecherin Meghan, die zuerst eine Absage für einen attraktiven Job bekommt, sich daraufhin hoffnungslos betrinkt und im Bett eines Fremden landet. Als sie mitten in der Nacht verkatert aufwacht und ihre Nachrichten abhört, erfährt sie, dass sie den Job doch bekommen könnte. Dafür muss sie allerdings am nächsten Tag topfit im TV-Studio erscheinen. Meghan macht sich sofort auf den Weg und scheint, um ihr Ziel erreichen zu können, die sämtlichen Kreise der Hölle durchschreiten zu müssen. Natürlich ist WALK OF SHAME extrem konstruiert und der eine oder andere Storyverlauf komplett hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen, sieht man darüber jedoch großzügig hinweg, kann man richtig viel Spaß mit Brills Film haben. WALK OF SHAME hat einige verdammt komische Sequenzen zu bieten, ist ausgesprochen kurzweilig geraten und sei an dieser Stelle jedem empfohlen, der einfach mal wieder Lust auf 90 vollkommen unbeschwerte Minuten netter Unterhaltung verspürt.

Persönliche Bewertung: Gut!

NOW YOU SEE ME (Frankreich/USA 2013, Regie: Louis Leterrier)

now you see me

(Fassung: Blu-ray, Concorde, Deutschland)

In NOW YOU SEE ME rauben vier Magier (Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Isla Fisher und Dave Franco) am Ende ihrer Show auf spektakuläre Weise eine Bank aus ohne sich überhaupt in der Nähe dieser zu befinden und lassen auf ihre Zuschauer einen warmen Geldregen herunterprasseln. Die Behörden in Form von Mark Ruffalo und Mélanie Laurent heften sich an ihre Fersen und versuchen, die Zauberer dingfest zu machen.

NOW YOU SEE ME fordert vom Zuschauer verdammt viel Toleranz wenn es um Fragen wie Logik, Glaubwürdigkeit und insbesondere auch die Auflösung am Ende geht. Leterriers Film ist – passend zu seinem Thema – wie ein Zaubertrick: mehr Schein als Sein. NOW YOU SEE ME ist verdammt aufgeplustert, extrem konstruiert und wenn man sich auf die Geschichte nicht einlassen und sich in den Film regelrecht hineinfallen lassen kann, dürfte man wohl nicht allzu viel Spaß mit dem Gezeigten haben.

Mir persönlich hat NOW YOU SEE ME ziemlich gut gefallen. Ich mochte das vordergründige Spektakel, die spannende und wendungsreiche Handlung und empfand ihn als erfrischend abwechslungsreich im Vergleich zu den unzähligen 08/15-Thrillern, die sonst so produziert und auf das Publikum losgelassen werden.

Persönliche Bewertung: Gut!

THE SHIELD: SEASON 1 (USA 2002, Idee: Shawn Ryan)

the shield

(Fassung: DVD, Sony, USA)

Nachdem die Serienerfahrung mit ENTOURAGE doch eher etwas lockerer Natur war, habe ich mir mit THE SHIELD nun eine ernsthaftere Serie vorgeknöpft, die sowieso schon viel zu lange ungesehen im Regal stand.

THE SHIELD ist eine dieser Serien, die mit Lob und Vorschusslorbeeren regelrecht überschüttet wurden und nach dieser ersten Staffel, nach diesen ersten dreizehn Episoden, scheint dies nun tatsächlich mal eine Serie zu sein, die ihrem mehr als guten Ruf absolut gerecht wird.

THE SHIELD steht in der Tradition alter Polizeifilme aus den 70er und 80er Jahren, die desillusionierte Polizisten in Problemgebieten mit oft fragwürdigen Methoden bei der Arbeit zeigten.

In THE SHIELD dreht sich alles um ein Polizeirevier in einem Problembezirk von Los Angeles, in dem eine von Det. Vic Mackey (Michael Chiklis) angeführte Spezialeinheit auf sehr eigenwillige Art und Weise das Verbrechen bekämpft und mit ihren Methoden dem für das Revier zuständigen Captain (Benito Martinez) ein Dorn im Auge ist. Nur zu gerne würde er Mackey und seine Truppe untergehen sehen, auf der anderen Seite benötigt er ihn und seine Methoden jedoch auch im Kampf gegen das Verbrechen.

Serienschöpfer Shawn Ryan konfrontiert den Zuschauer mit derbst schwerer Kost. THE SHIELD verweigert echte Identifikationsfiguren – der von Chiklis gespielte Hauptcharakter Mackey und seine Männer sind im Endeffekt Schwerverbrecher, die Drogengelder veruntreuen, illegale Drogen- und Waffengeschäfte tätigen und auch vor Folter und Mord nicht zurückschrecken (gleich in der Pilotfolge wird bspw. ein Kollege, der neu in das Strike Team aufgenommen wurde und als Spitzel für den von Martinez gespielten Captain tätig werden soll, bei einem Einsatz von Mackey eiskalt erschossen) -, kommt mit seinem halbdokumentarischen Stil (die Handkamera ist im Dauereinsatz und als Zuschauer ist man ständig mittendrin statt nur dabei) extrem glaubwürdig und realistisch rüber und lässt einen als Zuschauer immer und immer wieder fassungslos vor dem Bildschirm zurück. Die “What the Fuck“-Momente in THE SHIELD hört man irgendwann auf zu zählen. Ziemliches großes Fernsehen, ich bin schon sehr auf die nächsten Staffeln gespannt.

Persönliche Bewertung: Hervorragend!

THE BABADOOK (Australien/Kanada 2014, Regie: Jennifer Kent)

the babadook

(Fassung: Blu-ray, Icon, Großbritannien)

Was zunächst wie ein weiterer Vertreter des “Besessene Kinder“-Subgenres im Horrorbereich anmutet, entwickelt sich dann doch in eine andere Richtung und hält die eine oder andere Überraschung für den Zuschauer bereit. THE BABADOOK ist dabei ziemlich ruhig und behutsam erzählt. Regisseurin Jennifer Kent setzt zunächst auf einen eher langsamen Spannungsaufbau und weniger auf vordergründige Schocks (die soll es erst ziemlich zum Schluss geben), kreiert so eine Atmosphäre stetigen Unbehagens und konfrontiert den Zuschauer mit einem Film, bei dessen Sichtung man sich einfach nur unwohl fühlt. In jeder Nische dieses Haus, welches die alleinerziehende Amelia (Essie Davis) mit ihrem kleinen Sohn Samuel (toll: Noah Wiseman) bewohnt, scheint das Böse zu sitzen und es ist förmlich spürbar, dass es jederzeit unvermittelt herausbrechen könnte. THE BABADOOK ist sauspannend und wirklich kreuzunheimlich geraten und gehört definitiv zu den effektiveren Filmen, die innerhalb des Horrorgenres in den letzten Jahren so veröffentlicht worden sind. Von mir gibt’s ne klare Empfehlung für THE BABADOOK.

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

SERENITY (USA 2005, Regie: Joss Whedon)

serenity

(Fassung: DVD, Universal, Deutschland)

Nachdem FIREFLY nach nur einer – und nicht einmal komplett – ausgestrahlten Staffel von Fox wieder aus dem Programm genommen wurde, entwickelte sich die Serie bei der Heimkinoauswertung zu einem echten Renner. Dies ermöglichte Serienschöpfer Joss Whedon wiederum, seine mit FIREFLY angefangene Geschichte doch noch zu Ende zu erzählen. Von Universal produziert, geben sich in SERENITY alle Hauptdarsteller aus FIREFLY die Ehre und stürzen sich gemeinsam in ein letztes, großes Abenteuer, welches viele offene Fragen aus der Serie beantwortet und Whedons Projekt zu einem sehr schönen Abschluss bringt. Ohne Kenntnis der Serie macht die Sichtung von SERENITY allerdings nur wenig Sinn, zu viele Informationen würden fehlen um alle Geschehnisse auch wirklich einordnen zu können. So ist SERENITY vor allem ein Geschenk an die Fans der Serie, ein ausgesprochen spannendes und actionreiches noch dazu, mit tollen Effekten, viel Witz, viel Drive und – das merkt man dem Film an – mit verdammt viel Herzblut und auch Liebe zum Detail inszeniert.

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

DEEPSTAR SIX (USA 1989, Regie: Sean S. Cunningham)

deep star six

(Fassung: DVD, Kinowelt, Deutschland)

Ein kleiner Trip in die eigene Vergangenheit. Ich mochte DEEPSTAR SIX früher sehr und habe ihn nun seit über 20 Jahren zum ersten Mal wieder gesehen. Und er funktioniert tatsächlich immer noch.

In DEEPSTAR SIX gerät ein Team von Forschern auf dem Meeresboden durch eine Verkettung ungünstiger Ereignisse in arge Bedrängnis und als die Männer und Frauen letztendlich merken, womit sie es hier zu tun haben – nämlich einem gefräßigen Unterwassermonster (das wunderbar trashig und herrlich schleimig geraten ist), welches sie durch die Freilegung eines Höhlensystems aus dem Tiefschlaf geholt haben – ist es praktisch schon zu spät. Das Monster selbst kommt erst im letzten Drittel zum Einsatz, zuvor kreiert Cunningham seine Spannung durch sein klaustrophobisches Unterwassersetting und fesselnde Rettungsversuchs-Sequenzen. DEEPSTAR SIX entwickelt sich auch in Abwesenheit des Monsters von Minute zu Minute immer mehr zu einem echten Nailbiter und entlädt seine Spannung schließlich in einem spektakulären Finale mit ein paar netten Splatter- und Ekeleffekten. Vielleicht ist da auch viel nostalgische Verklärung dabei, aber ich finde DEEPSTAR SIX auch heute noch ziemlich toll!

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

MÄDCHEN MIT GEWALT (Deutschland 1970, Regie: Roger Fritz)

mädchen mit gewalt

(Fassung: Blu-ray, Subkultur, Deutschland)

Die beiden besten Freunde Werner (Klaus Löwitsch) und Mike (Arthur Brauss) lieben es, in ihrem Auto durch München zu fahren, junge Frauen abzuschleppen, sich mit ihnen zu vergnügen und sich dann wieder davonzuschleichen. Als ihre neueste Eroberung Alice (Helga Anders), die sie auf der Kartrennbahn aufgegabelt haben und mit der sie ein nächtliches Bad in einer Kiesgrube nehmen wollen, sich ihnen jedoch nicht so bereitwillig hingibt, wie sie es gewohnt sind, wenden sie Gewalt an, nicht nur gegen ihr hilfloses Opfer, sondern auch gegen sich selbst…

Auf dem Original-Kinoplakat von MÄDCHEN MIT GEWALT steht geschrieben, dass dies “Der Film [ist], dem jedes Mittel recht ist, die Härte und Brutalität unserer Tage aufzuzeichnen.“ – eine klare Aussage, die man tatsächlich ernst nehmen kann. MÄDCHEN MIT GEWALT ist harter Tobak, ein radikaler, zutiefst beunruhigender Film, mit erschreckend überzeugenden schauspielerischen Leistungen (Klaus Löwitsch wurde für seine Darstellung des Werner mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet), der den Zuschauer wütend und ratlos zurück lässt. Regisseur Roger Fritz verweigert sowohl dem weiblichen Opfer als auch dem Zuschauer ein kathartisches Ende, die beiden Täter kommen im Endeffekt ungestraft davon und es steht zu befürchten, dass dies nicht ihr letzter, nächtlicher Ausflug mit weiblicher Begleitung gewesen sein dürfte. Die Aussage von Regisseur Fritz ist dabei eindeutig: das Leben ist kein Film, in dem der Böse am Ende seine gerechte Strafe bekommt.

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

KRANKENSCHWESTERN-REPORT (Deutschland 1972, Regie Walter Boos)

krankenschwestern-report

(Fassung: DVD, WVG Medien, Deutschland)

Als im Jahr 1970 SCHULMÄDCHEN-REPORT: WAS ELTERN NICHT FÜR MÖGLICH HALTEN in den deutschen Kinos anlief, hätten sich die Macher wohl nicht in ihren kühnsten Träumen erhofft, welchen Erfolg sie mit dem Film einfahren sollten. Mit rund 7 Millionen (!!!) Kinozuschauern steht der Auftaktfilm der mit weltweit über 100 Millionen Zuschauern erfolgreichsten deutschen Filmreihe aller Zeiten noch immer – im Jahr 2015 – auf Platz 5 der erfolgreichsten deutschen Filme in Deutschland nach Zuschauerzahlen. Vor Filmen wie dem aktuellen Schweiger-Vehikel HONIG IM KOPF, vor GOOD BYE, LENIN!, DER BEWEGTE MANN und KEINOHRHASEN. Kein Wunder, dass Hofbauers Film eine regelrechte Welle von Sex- und Report-Filmen in Deutschland in den 70er Jahren auslöste, die die deutschen Kinos überfluten sollte. Ehemänner, Lehrmädchen, Hausfrauen, Stewardessen, Hostessen, Ostfriesen, Bademeister, Studentinnen und natürlich – für Filme dieser Art prädestiniert – Krankenschwestern, sie alle und noch viele mehr waren Teile knallharter Reportagen, die unter dem Deckmantel, (sexuelle) Missstände in Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten aufzuzeigen, die Zuschauer in die Kinos lockten und ihnen genau das präsentierten, was diese sehen wollten: eine Mischung aus Drama und Klamauk und natürlich viel nackte Haut.

KRANKENSCHWESTERN-REPORT von Regisseur Walter Boos ist mit seinem episodenhaften Aufbau, den gestellten Interviewsequenzen auf der Straße und dem todernsten Off-Kommentator ein Paradebeispiel dieses Subgenres des Erotikfilms (wobei diese Genrebezeichnung eigentlich gar nicht zutrifft, denn erotisch ist an Filmen wie diesem hier im Endeffekt rein gar nichts) und sorgte damals für einen echten Skandal. Wenn man dem Wikipedia-Artikel zum Film Glauben schenken darf, ging der hier portraitierte Berufsstand auf die Barrikaden, allein bei der Staatsanwaltschaft München gingen 3.200 Strafanzeigen von Krankenschwestern wegen Beleidigung ein und diese zog Boos’ Film daraufhin aus dem Verkehr und beschlagnahmte ihn. Erst ein Jahr später wurde KRANKENSCHWESTERN-REPORT unter Kürzungsauflagen wieder freigegeben.

Schaut man sich Filme wie diesen heute an, kann man gar nicht glauben, dass der hier gezeigte Unfug tatsächlich mal von Menschen so ernst genommen wurde, dass er sogar zum Gegenstand gerichtlicher Verhandlungen werden konnte. KRANENSCHWESTERN-REPORT ist heute – vor allem wegen des grandiosen Off-Kommentars, der einen Knaller nach dem nächsten liefert – insbesondere als Partyfilm goutierbar und hat sowohl mich als auch meinen Mitseher das eine oder andere Mal laut loslachen lassen. In vorsichtigen Dosen genossen, bieten Filme wie KRANKENSCHWESTERN-REPORT nicht viel weniger als grandiose Unterhaltung. Herrlich!

Persönliche Bewertung: Unterhaltsam!

MORTDECAI (Großbritannien/USA 2015, Regie: David Koepp)

mortdecai

(Fassung: Blu-ray, Studiocanal, Deutschland)

Die neueste Reinkarnation von Depps Jack-Sparrow-Rolle hört auf den Namen Charlie Mortdecai, ist ein über beide Ohren verschuldeter Kunsthändler/Teilzeitgauner und soll den Behörden in Gestalt von Ewan McGregor dabei behilflich sein, ein verschwundenes Gemälde wieder zu beschaffen.

MORTDECAI ist erneut ein Film, den Johnny Depp förmlich an sich reißt. Seine Clownsrolle macht ihm sichtlich Spaß und es ist durchweg unterhaltsam, ihm dabei zuzusehen, wie er sich durch diesen unbeschwerten Klamauk kaspert. MORTDECAI ist komplett albern, voller skurriler Momente, wahrlich federleicht inszeniert und in seinen besten Momenten erinnert Koepps Film – was Stimmung und Atmosphäre angeht – an die diversen Agenten- und Kriminalfilmparodien aus den 60er Jahren. In gewissem Maße macht ein Film wie MORTDECAI richtig Spaß, die Tatsache, dass sich Johnny Depp nun schon seit Jahren größtenteils selbst zu spielen scheint, stimmt aber auch ein bisschen traurig. Das wird von Film zu Film mehr Schein als Sein, wirkt gekünstelt, konstruiert und irgendwie seelenlos. So ist auch MORTDECAI nicht viel mehr als ein weiteres Johnny-Depp-Vehikel, nett anzusehen, aber am Ende des Tages mit wenig Substanz und noch weniger Potential, sich im Gedächtnis des Zuschauers auf längere Zeit festsetzen zu können.

Persönliche Bewertung: Unterhaltsam!

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