Shocktober 2015 – Third Batch

MYSTERY OF THE WAX MUSEUM (USA 1933, Regie: Michael Curtiz)

mystery of the wax museum

(Fassung: DVD, Warner, Deutschland)

Ein Horrorfilm aus der Pre-Code-Ära, der allein aufgrund seines Erscheinungsjahres mehr wagen konnte und zeigen durfte als so manche Filme, die einige Jahre später in die Kinos kamen. MYSTERY OF THE WAX MUSEUM spielt offen mit sexuellen Anspielungen, thematisiert Drogenabhängigkeit, nutzt “rude language“ und zeigt so einige, für die damalige Zeit erstaunlich derbe Sequenzen.

Es geht um den von Lionel Atwill gespielten Ivan Igor, der einst ein Wachsfigurenkabinett in London sein Eigen nennen konnte, zumindest bis dieses von seinem skrupellosen Geschäftspartner (Edwin Maxwell) in Brand gesteckt wurde, damit dieser die Versicherungssumme kassieren konnte. Ivan überlebte mit schweren Brandwunden und ist nun – über ein Jahrzehnt später – dabei, in New York ein neues Kabinett zu erstellen. Mit Figuren der ganz besonderen Art…

Regisseur Michael Curtiz – der ja knapp 10 Jahre später mit CASABLANCA einen der größten Klassiker der Filmgeschichte drehen sollte – legt MYSTERY OF THE WAX MUSEUM als turbulente Mischung aus Mystery-, Horror- und Kriminalfilm an, packt seine gut 75 Minuten randvoll mit Ereignissen, peitscht die Handlung dabei regelrecht nach vorne und konfrontiert seine Zuschauer letztendlich mit einem Film, den man wohl nur als rasant bezeichnen kann. Sogar die Schauspieler feuern ihre Dialoge wie Gewehrsalven ab, alles scheint darauf konzipiert zu sein, möglichst keine Zeit verlieren und keine Sekunde der knapp bemessenen Laufzeit zu verschwenden. Leider wirkt der Film dadurch stellenweise auch etwas überhastet, etwas arg sprunghaft und eine etwas längere Laufzeit hätte MYSTERY OF THE WAX MUSEUM sicherlich gut getan. Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die technische Seite des Films. Zwar sind Masken, Kostüme, Settings und Effekte über jeden Zweifel erhaben, die Wahl, den Film in Farbe zu drehen, nimmt ihm aber ein gutes Stück seiner Atmosphäre. Vielleicht ist es auch nur meine Sehgewohnheit, aber ein Horrorfilm aus dem Jahr 1933 muss in meinen Augen einfach in Schwarz/Weiß gehalten sein, damit er diese typische Stimmung entfallen kann, welche diese alten Klassiker einfach ausmacht. Aber das ist Gejammer auf hohem Niveau.

Persönliche Bewertung: Gut!

DANCE OF THE VAMPIRES (Großbritannien/USA 1967, Regie: Roman Polanski)

dance of the vampires

(Fassung: DVD, Warner, Deutschland)

DANCE OF THE VAMPIRES (aka THE FEARLESS VAMPIRE KILLERS) von Regisseur Roman Polanski ist vielleicht tatsächlich die ultimative Horrorkomödie. Dem chaotischen Treiben von Prof. Abronsius (Jack MacGowran) und seinem Assistenten Alfred (Roman Polanski) zuzusehen ist nicht viel weniger als eine wahre Freude und wer bei diesem Film tatsächlich nicht lachen können sollte, dem kann wohl einfach nicht mehr geholfen werden. Ab in den Keller.

Polanski verbindet auf schlichtweg geniale Art und Weise urkomischen Slapstick-Humor mit wundervoller Gruselatmosphäre. In das Schloss, in dem DANCE OF THE VAMPIRES hauptsächlich spielt, mit seinen unzähligen Treppenauf- und -abgängen, den spinnwebenverhangenen Räumen und Gängen, den dunklen Nischen, den riesigen Kerzenleuchtern, in denen nur noch monströse Wachsgebilde auszumachen sind und all seinen anderen Requisiten, die mit viel Liebe zum Detail platziert worden sind, kann man sich einfach nur verlieben, dürfte es doch das vielleicht beeindruckendste Setting eines Vampirfilms darstellen, welches ich je gesehen habe. Dagegen verkommen die auch schon tollen Settings der Hammer-Filme fast zu lieblosen Kulissen. Die Dialoge, die Polanski und sein Co-Autor Gérard Brach ihren Charakteren in den Mund gelegt haben, sprühen nur so vor hintergründigem Humor und Wortwitz und Jack MacGowran als zerstreuter Professor und Polanski selbst als dessen Assistent liefern ganz große Schauspielkunst. Allein wie sich MacGowran in seiner Rolle bewegt, ist einfach nur zum Schreien komisch. Und dieses Finale mit dem titelgebenden Tanz, der dann so abrupt vor einem Spiegel endet, ist einer dieser magischen Momente der Filmgeschichte, eine dieser Sequenzen für die Ewigkeit.

Persönliche Bewertung: Hervorragend!

TRUE BLOOD: SEASON 5 (USA 2012, Idee: Alan Ball)

true blood

(Fassung: Blu-ray, HBO/Warner, Deutschland)

Nachdem mich die ersten drei Staffeln von TRUE BLOOD damals ziemlich begeistert hatten, leistete sich die von Alan Ball erfundene Serie mit Staffel Nr. 4 eine echte Auszeit und tötete praktisch jedes Verlangen, die Serie überhaupt weiter anzuschauen, erst mal ab. Aber wie das so mit zwanghaftem Verhalten ist: irgendwann will man als Film- und Serienfreak einmal angefangene Reihen doch zu Ende bringen und so wagte ich mich nun nach ziemlich langer Pause endlich an Staffel Nr. 5. Und die hat insbesondere in den ersten paar Episoden noch stark mit den Nachwehen der vorangegangenen Season zu kämpfen. Es dauert ein Stück, bis TRUE BLOOD wieder richtig Fahrt aufnimmt und es zumindest schafft, den Zuschauer wieder mit sich zu versöhnen. Die Qualität von Staffel 1-3 erreicht allerdings auch diese Staffel nicht annähernd.

Nachdem in den vier Staffeln zuvor nun praktisch alle übernatürlichen Wesen eingeführt worden sind – Vampire, Werwölfe, Gestaltenwandler, Feen, Medien, Hexen, usw. – beginnt die Serie sich ab dieser fünften Staffel nun endgültig um das große Ganze zu drehen, nämlich die finale Auseinandersetzung zwischen den Menschen auf der einen und den Vampiren auf der anderen Seite, die dann wahrscheinlich in den letzten beiden Staffeln ausgetragen werden wird. Sowohl der Haupthandlungsstrang als auch die neben diesem parallel laufenden Nebenhandlungsstränge wirken dabei zwar zeitweise etwas arg konstruiert, die einem über die Jahre ans Herz gewachsenen Charaktere mit ihren unzähligen Eigenheiten gleichen diese Schwäche jedoch wieder halbwegs aus. Und die überbordenden Schauwerte – bestehend aus zahlreichen Splattereffekten (die mitunter etwas bessere CGI verdient hätten) und viel nackter Haut -, welche die Serie bisher (auch) ausgezeichnet hatten, sind natürlich ebenfalls wieder üppig vorhanden und haben natürlich einen großen Anteil daran, dass TRUE BLOOD über die 12 Folgen dieser fünften Staffel immer unterhaltsam und kurzweilig bleibt.

Auf Schauspielerseite hervorzuheben sind insbesondere Ryan Kwanten als treudoofer Jason Stackhouse und die umwerfende Kristin Bauer van Straten in der Rolle der ständig genervten Vampirin Pam De Beaufort. Anna Paquin – eigentliche Hauptdarstellerin und als Sookie Stackhouse potentielle Identifikationsfigur – nervt mit ihrem dauernden Geheule dafür immer mehr und vielleicht wären die Autoren gut beraten gewesen, wenn sie diesen Charakter nicht ganz so tränenreich gestaltet hätten. So läuft TRUE BLOOD doch immer wieder Gefahr als TV-Variante von TWILIGHT bezeichnet zu werden – nur halt mit Blut und Titten.

Persönliche Bewertung: Gut!

ROSEMARY’S BABY (USA 1968, Regie: Roman Polanski)

rosemary's baby

(Fassung: DVD, Paramount, Deutschland)

Die Geschichte von Rosemary Woodhouse (Mia Farrow) und ihrem Mann Guy (John Cassavetes), die eine Wohnung in einem riesigen Apartmenthaus beziehen und dort in die Fänge eines auf den ersten Blick rührig erscheinenden, älteren Ehepaares (Ruth Gordon und Sidney Blackmer) geraten, gehört auch zu diesen ganz großen Meilensteinen, die das Horrorkino hervorgebracht hat. Obwohl ROSEMARY’S BABY gar nicht so üppig mit den typischen Elementen des Horrorfilms bestückt ist. Es gibt keine großartigen Schockeffekte, es gibt praktisch keine Gewaltszenen, es gibt kein herkömmliches Monster und für die Protagonistin droht eigentlich auch keine größere Gefahr. Und doch ist Polanskis Film einfach nur scary und creepy geraten und verursacht auch heute noch, bald 50 Jahre nach seinem Erscheinen, ein unbehagliches Gefühl beim Zuschauer. ROSEMARY’S BABY erzielt diese Wirkung vor allem aufgrund seiner bedrückenden Atmosphäre und der förmlich kriechenden Spannung, die Polanski erzeugt und die dem Zuschauer immer wieder kalte Schauer über den Rücken jagt. Das Setting in dem alten Apartmenthaus ist perfekt gewählt und mit Mia Farrow ist in der Rolle der Hauptprotagonistin eine Schauspielerin zu sehen, die sich aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit, die sie so überzeugend zur Schau stellt, bestens als Identifikationsfigur eignet. Man kann als Zuschauer gar nicht anders, als um ihr Wohl zu bangen und wird in ihre Ängste, die sie von Minute zu Minute mehr entwickelt, regelrecht hineingezogen. ROSEMARY’S BABY ist sicher einer der unheimlichsten Filme, die ich kenne. Ein  beunruhigendes Glanzstück von einem Film.

Persönliche Bewertung: Meisterwerk!

RED RIDING HOOD (Kanada/USA 2011, Regie: Catherine Hardwicke)

red riding hood

(Fassung: Blu-ray, Warner, Deutschland)

Für die Handlung von RED RIDING HOOD wurden zwar Motive aus dem klassischen Märchen Rotkäppchen adaptiert, um eine richtige Märchenverfilmung handelt es sich bei Hardwickes Film jedoch nicht. RED RIDING HOOD pendelt sich irgendwo zwischen Fantasy, Mystery, Thriller und Horror ein, bleibt dabei aber so harmlos wie ein Film aus diesem Bereich nur sein kann. Hardwicke, die zuvor TWILIGHT gedreht hatte, begnügt sich damit, dem Zuschauer leichtverdauliche Gruselkost vor beeindruckenden Kulissen zu bieten. So ist RED RIDING HOOD in erster Linie was fürs Auge, im Mittelpunkt steht die vorzügliche Kameraarbeit von Kamerafrau Mandy Walker, welche die märchenhafte Mystery-Stimmung in teils wunderschönen Bildern auf die Leinwand bringt. Weniger schön sind die Werwolf-Effekte, die mal wieder beweisen, wie falsch es ist, sich für CGI-Effekte zu entscheiden, wenn nicht das nötige Kleingeld vorhanden ist, um diese auch nur halbwegs anschaubar zu gestalten.

Am Ende ist RED RIDING HOOD ebenso kurzweilig wie harmlos, ebenso schön (wie gesagt, die Kameraarbeit) wie hässlich (auch wie gesagt, die CGI) und ebenso überflüssig wie unzählige andere Vertreter dieser Art. Immerhin hat dieser Film hier Amanda Seyfried und Gary Oldman zu bieten. Das ist ja auch schon was.

Persönliche Bewertung: Nett!

MARK OF THE VAMPIRE (USA 1935, Regie: Tod Browning)

mark of the vampire

(Fassung: DVD, Warner, USA)

Regisseur Tod Browning, der mit seinem Hauptdarsteller Bela Lugosi 4 Jahre vor diesem Film einen der vielleicht größten Klassiker des Horrorfilms gedreht hat – die Rede ist natürlich von DRACULA – kehrt mit MARK OF THE VAMPIRE zu den untoten Blutsaugern zurück und präsentiert dem Zuschauer eine mehr als gelungene Mischung aus Horror-, Mystery- und Krimielementen.

MARK OF THE VAMPIRE handelt von der attraktiven Irena Borotyn (Elizabeth Allan), deren Vater vor einem Jahr unter merkwürdigen Umständen ums Leben kam (sein Leichnam wurde blutleer aufgefunden) und die nun selbst um Leib und Leben bangen muss. Bisswunden an ihrem Hals weisen auf den Angriff eines Vampirs hin und der ermittelnde Inspektor (Lionel Atwill) holt sich mit Professor Zelin (Lionel Barrymore) einen Experten des Okkulten zu Hilfe. Der Professor befürchtet, dass Irena das neue Opfer des Grafen Mora (Bela Lugosi) werden soll, bei dem es sich – so des Professors feste Überzeugung – um einen waschechten Vampir handelt…

MARK OF THE VAMPIRE dauert gerade mal gut 60 Minuten, die haben es aber wirklich in sich. Brownings Film ist spannend, begeistert mit seiner schaurig-schönen Gruselstimmung, seiner tollen Schwarz/Weiß-Fotografie, seinen unheimlichen Settings (der Friedhof (!!!), das Schloss (!!!) – einfach atemberaubend schön), Bela Lugosi in seiner Paraderolle und einem herrlichen Plottwist am Ende.

Freunde des klassischen Gruselkinos dürften ihren Spaß mit diesem Film haben, da bin ich mir sicher!

Persönliche Bewertung: Sehr gut!

THE OBLONG BOX (Großbritannien 1969, Regie: Gordon Hessler)

the oblong box

(Fassung: DVD, e-m-s, Deutschland)

Vincent Price und Christopher Lee, eine Familie mit einem dunklen Geheimnis, die Light-Version eines “mad scientist”, mondäne Anwesen mit beeindruckender Einrichtung, überhaupt die tollen Settings und Kostüme, ein tragisches Monster hinter einer geheimnisvoll wirkenden Maske, mindestens eine Party-Sequenz orgiastischen Ausmaßes, viel Blut, ein Voodoo-Ritual, ein paar nackte Brüste, verstörend wirkende Rückblenden – THE OBLONG BOX besteht aus ganz vielen, unheimlich tollen Einzelteilen, die sich jedoch nie so richtig als homogenes Ganzes präsentieren wollen. Hesslers Film mangelt es leider über weite Strecken an Spannung und Atmosphäre und wenn der Film dann schließlich nach gut 90 Minuten vorbei ist, bleibt vor allem der Eindruck verpasster Möglichkeiten und vergebener Chancen beim Zuschauer zurück. Ausgesprochen hübsch anzusehen ist THE OBLONG BOX aufgrund seiner im Eingangssatz aufgeführten Einzelteile natürlich dennoch. Und für Fans des Gespanns Price/Lee führt eh kein Weg an Hesslers Gothik-Grusler vorbei.

Persönliche Bewertung: Ok!

REPULSION (Großbritannien 1965, Regie: Roman Polanski)

repulsion

(Fassung: DVD, McOne, Deutschland)

Ähnlich wie in seinem 3 Jahre später entstandenen ROSEMARY’S BABY dreht sich auch in REPULSION alles um eine junge Frau, die langsam aber sich in den Wahnsinn abgleitet.

Als Zuschauer begleiten wir die junge Carol (Catherine Deneuve), die gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Helen (Yvonne Furneaux) ein Apartment in London bewohnt und außer dieser Schwester auch sonst keine großartigen Bezugspersonen gefunden hat. Insbesondere auf die Männerwelt ist Carol nicht gut zu sprechen, fühlt sie sich von diesen doch immer wieder bedroht und in die Ecke gedrängt, vor allem von Helens Freund Michael (Ian Hendry), der immer häufiger im gemeinsamen Apartment übernachtet und von dem sich Carol schließlich in ihrem einzigen Rückzugsort, ihrer eigenen Wohnung, regelrecht angegriffen fühlt. Als Helen und Michael eines Tages verreisen und Carol allein in der Wohnung zurücklassen, verfällt die instabile Frau langsam aber sich ihren Wahnvorstellungen…

Auch REPULSION ist kein typischer Vertreter des Horrorkinos, wirkt jedoch – ähnlich wie auch ROSEMARY’S BABY – weitaus erschreckender, unheimlicher und bedrohlicher wie viele Horrorfilme. Auch hier ist es wieder die Besetzung der weiblichen Hauptrolle, die maßgeblich für das Gelingen des Films verantwortlich ist. Catherine Deneuve spielt die paranoide Carol einfach nur grandios. Je mehr für ihre Figur Realität und Halluzination miteinander verschmelzen, desto intensiver wird Deneuves Spiel. In ihren Augen kann man den Wahnsinn, in den Carol abgleitet, den unendlichen Schmerz, den sie zu ertragen hat und auch die apathischen Zustände, in die sie immer wieder verfällt, regelrecht ablesen. Das ist nicht viel weniger als ganz große Schauspielkunst. REPULSION lebt von Deneuve und ist dank ihr ein regelrechtes Monstrum von einem Film geworden. Ein mitunter etwas sperrig erscheinendes, schwer zu fassendes und zutiefst beunruhigendes Monstrum.

Persönliche Bewertung: Hervorragend!

THE RESURRECTED (Kanada/USA 1991, Regie: Dan O’Bannon)

the resurrected

(Fassung: Blu-ray, OFDb Filmworks, Deutschland)

THE RESURRECTED basiert auf einer Geschichte von H. P. Lovecraft und wie sich das nun mal für eine Lovecraft-Verfilmung gehört, geht es auch in diesem Film um einen Mann, der die letzte Grenze überwinden will, dem Tod ein Schnippchen schlagen und Unsterblichkeit erlangen möchte. Mit fatalen Folgen wie sie relativ schnell herausstellen soll. Auf dem Regiestuhl nahm mit Dan O’Bannon ein Mann Platz, der sich bestens mit Untoten auskennt, zeichnete er doch für die vorzügliche Zombiekomödie THE RETURN OF THE LIVING DEAD verantwortlich. Den grellen Humor dieses Films sucht man hier jedoch vergeblich, O’Bannon geht THE RESURRECTED zwar mit teils humorvollem Unterton, aber von der Grundstimmung eher ernsthaft an, lässt sich Zeit, seine Charaktere einzuführen, die Handlung zu entwickeln und die Spannung aufzubauen. Prinzipiell eine begrüßenswerte Herangehensweise, in diesem speziellen Fall dauert es aber doch etwas arg lange, bis die Story richtig Fahrt aufnimmt, was letztendlich auch dazu führt, dass THE RESURRECTED an die exorbitant hohe Qualität manch anderer Lovecraft-Verfilmung – insbesondere FROM BEYOND und THE RE-ANIMATOR kommen in den Sinn – nicht wirklich heranreicht. Was diese beiden Filme über ihre nahezu komplette Laufzeit auszeichnete und was man sich vielleicht auch von THE RESURRECTED erhofft hatte – nämlich diese wunderbar obskure Mischung aus krudem, tiefschwarzem Humor und ausgiebigen Creature-, Gore- und Splattereffekten – gibt es im Fall von THE RESURRECTED erst im letzten Drittel ausgiebig zu bewundern. Wenn dann in diesen unterirdischen Katakomben die Hölle ausbricht, fühlt man sich endlich angekommen in diesem Film, fühlt man sich heimisch in der Welt von H. P. Lovecraft und muss leider viel zu schnell feststellen, dass man sie schon wieder verlassen muss. Der Beginn des Abspanns ist bei manchen Filmen der wahre Horror.

Persönliche Bewertung: Gut!

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