Neues Jahr, neues (Film-)Glück – Part I

THE MAN FROM U.N.C.L.E. (Großbritannien / USA 2015, Regie: Guy Ritchie)

the man from u.n.c.l.e.

(Fassung: Blu-ray, Warner, Deutschland)

Als eine Verbrecherorganisation plant, eine Nuklearwaffe zu bauen, müssen die beiden verfeindeten Supermächte zwangsläufig zusammenarbeiten um eine weltweite Katastrophe zu verhindern. CIA-Agent Napoleon Solo (Henry Cavill) und Illya Kuryakin (Armie Hammer) vom russischen KGB gehen die ihnen gestellte Aufgabe jedoch eher widerwillig an…

Regisseur Guy Ritchie hat mit THE MAN FROM U.N.C.L.E. eine Kinofassung der gleichnamigen TV-Serie aus den 60er Jahren vorgelegt, die den Zuschauer über gut 2 Stunden in eine beschwingte Stimmung versetzt und locker-flockig unterhält. Die Atmosphäre der 60er Jahre wurde dabei ziemlich gut getroffen, Cavill und Hammer als Partner wider Willen spielen sich bestens gelaunt gegenseitig die Gags zu, Score und Soundtrack sind ein Traum und Kameramann John Mathieson verwöhnt das Publikum mit extrem stylishen Bildern. Inmitten seines komplett gechillten und federleicht inszenierten Films hat Ritchie dann netterweise auch immer wieder die eine oder andere spektakuläre Actionsequenz platziert und so kann man THE MAN FROM U.N.C.L.E. eigentlich nur als ausgesprochen gelungenen Unterhaltungsfilm bezeichnen, dessen einzige Schwäche es ist, dass er bei manchen Gags schwarzen Humor mit purem Zynismus verwechselt.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

ANT-MAN (USA 2015, Regie: Peyton Reed)

ant-man

(Fassung: Blu-ray 3D, Marvel, Deutschland)

Mit dem titelgebenden Ameisenmann installieren die Marvel Studios einen weiteren Superhelden aus ihrem riesigen Comic- innerhalb ihres stetig wachsenden Filmuniversums. ANT-MAN ist der mittlerweile zehnte Film des Avengers-Franchises, der im Jahr 2008 mit IRON MAN gestartet wurde und ich muss zugeben, dass ich an den Film – insbesondere nach dem nicht sonderlich begeisternden AVENGERS: AGE OF ULTRON – wenige bis gar keine Erwartungen hatte. Alles deutete darauf hin, dass ANT-MAN auch nur ein weiterer Zwischenschritt sein könnte, eine weitere Vorbereitung auf das große Finale, welches dann in drei Jahren anstehen soll. Und ja, Reeds Film hat natürlich diese Elemente, die ihn innerhalb des großen Ganzen positionieren sollen, aber er ist dennoch erfrischend anders und stellt eine überraschende Abwechslung innerhalb des Avengers-Franchises dar.

Ich denke, es ist ein großer Vorteil, dass mit Regisseur Peyton Reed und den – neben Hauptdarsteller Paul Rudd und Joe Cornish – fürs Drehbuch mitverantwortlichen Edgar Wright und Adam McKay drei Männer für den kreativen Prozess verantwortlich zeichneten, die bisher insbesondere im Bereich der (romantischen) Komödie tätig waren, was natürlich auch auf Paul Rudd zutrifft, auf dessen Namen man vor diesem Film wohl am wenigsten gekommen wäre, wenn es um die Besetzung einer neuen Superheldenrolle ging. Dieser Komödien-Background hilft ANT-MAN ungemein, Reeds Film bietet eine herrlich kurzweilige Mischung aus spannenden und komischen Momenten und Paul Rudd ist in der Rolle des Losers Scott Lang, der zu seinen Superkräften kommt wie die Jungfrau zum Kind und überhaupt nicht weiß, wie er mit diesen umgehen soll, richtig, richtig gut und eignet sich so hervorragend als Sympathieträger und Identifikationsfigur. Ein weiterer, großer Vorteil von ANT-MAN ist es zudem, dass die Story, die hier erzählt wird, auch außerhalb des Franchises funktioniert. Man muss nicht zwingend alle anderen Filme gesehen haben, um seinen Spaß mit ANT-MAN haben zu können, Reeds Film macht nie den Anschein, als sei er nur ein weiterer Lückenfüller bis zum nächsten, großen Avengers-Mega-Event. Ich bin absolut positiv überrascht von ANT-MAN, von seinem Witz, seiner federleichten Inszenierung, seinem sympathischen Helden und – das soll an dieser Stelle auch noch erwähnt werden – von seiner visuellen Pracht. Die Visual-Effects-Abteilung hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet, ANT-MAN läuft über vor tollen Ideen und visuellen Gimmicks, und zwar ohne dabei Gefahr zu laufen, im typischen Blockbuster-Bombast zu versinken.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

CRAZY HEART (USA 2009, Regie: Scott Cooper)

crazy heart

(Fassung: Blu-ray, 20th Century Fox, Deutschland)

Jeff Bridges ist Bad Blake, ein abgehalfterter Country-Star, der von besseren Zeiten träumt, seinen Lebensunterhalt durch Auftritte in Kneipen und Bars finanziert und das verdiente Geld sogleich in Alkohol reinvestiert. Als er bei einem seiner Auftritte die Reporterin Jean Craddock (Maggie Gyllenhaal) kennenlernt, die ihn um ein Interview bittet, scheint er durch diese Bekanntschaft, aus der sich langsam echte Zuneigung für die alleinerziehende Mutter entwickelt, endlich wieder Licht am Ende des Tunnels sehen zu können…

Regisseur Scott Cooper hat mit dieser Verfilmung des gleichnamigen Romans einen Film gedreht, der den Zuschauer mit auf eine Art Road Trip nimmt, auf eine Reise voller Musik, mit ebenso dramatischen und komischen Momenten und mit einem Jeff Bridges in Bestform, dem es mit seiner Darstellung des früheren Stars mit Leichtigkeit gelingt, dass man als Zuschauer eine Bindung zu seiner Figur aufbaut und sowohl Sympathie als auch Empathie für diese empfindet. Lediglich im Mittelteil hängt CRAZY HEART mal für eine Weile durch, da scheint es fast so, als habe Regisseur Scott Cooper etwas sein Ziel aus den Augen verloren, da wird man plötzlich mit dem einen oder anderen Klischee konfrontiert (bspw. dem Versuch von Blake, wieder mit seinem Sohn in Kontakt zu treten, den er seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat), das man sich vielleicht hätte sparen können. Schön ist auf jeden Fall, dass die vorhandenen und sicher auch nicht ganz zu vermeidenden Klischees in der Zeichnung der Charaktere und deren Handlungen auf lange Sicht eben nicht in den dann normalerweise unumgänglichen Handlungsverlaufsklischees münden, sondern dass Regisseur Cooper – was sicher auch der Vorlage geschuldet sein mag, die mir allerdings nicht bekannt ist – das Ende seines Films relativ offen hält und jeder für sich selbst entscheiden kann, wie es letztendlich mit Bridges Charakter weitergeht.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

TERMINATOR GENISYS (USA 2015, Regie: Alan Taylor)

terminator genisys

(Fassung: Blu-ray 3D, Paramount, Deutschland)

James Camerons dystopische Zukunftsvision THE TERMINATOR aus dem Jahr 1984 ist der Film, der mir am meisten bedeutet. Mein absoluter Lieblingsfilm, die ewige Nr. 1 in meiner persönlichen Bestenliste. Bereits Camerons sieben Jahre später in die Kinos gekommene Fortsetzung habe ich aufgrund der Änderung der Tonart der Geschichte – weg von der beunruhigenden Dystopie, hin zu der harmloseren Familienunterhaltung – mit all ihren Gags und Onelinern, die diese mit sich brachte, schon immer etwas kritisch gesehen, gleichwohl aber in mein Herz geschlossen, genau wie den von praktischen allen Fans so verhassten dritten Teil aus dem Jahr 2003, den ich – trotz sicher nicht wegzuleugnender Schwächen – für einfach nur grandios halte und für den ich jederzeit sämtlichen Lanzen dieser Welt brechen würde. Die eher schlechten Kritiken, die TERMINATOR GENISYS überall erhalten hat, konnten mich also wahrlich nicht abschrecken. Zu groß war die Vorfreude, endlich wieder einen neuen Terminator-Film mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle zu sehen. Jetzt, nach der Sichtung, stellt sich dann doch etwas Ernüchterung ein. Ich weiß nicht, was ich so recht halten soll, von dem Film. Er hat mir schon gefallen, aber halt nur “gut“ und nicht “sehr gut“ und echte Begeisterungsstürme konnte er zu keinem Zeitpunkt auslösen.

Die Idee der alternativen Zeitlinie fand ich – nach einem ersten Anfangsschock, schien es sich bei TERMINATOR GENISYS in den ersten paar Minuten doch fast schon um eine Parodie des ersten Teils zu handeln – prinzipiell ganz gut und bis auf ein paar nicht erklärbare Logikfehler auch schlüssig, überzeugend und abwechslungsreich umgesetzt. Die vorhandenen Actionszenen sind perfekt in die Handlung integriert, toll choreographiert und visuell beeindruckend gestaltet, die Effekte sind klasse und das Sound Design der pure Wahnsinn (und sollte in diesem Jahr unbedingt bei den Oscars berücksichtigt werden). Die eingestreuten Gags muss man mittlerweile halt einfach so hinnehmen und dem Film aus diesem Grund einen Strick zu drehen, halte ich für zu einfach. Was ich an TERMINATOR GENISYS einfach nur schrecklich fand, war die Besetzung der Rollen von John Connor, Sarah Connor und Kyle Reese, insbesondere Emilia Clarke passte rein gar nicht in diese Rolle und kam – obwohl sie sogar ein Jahr älter ist als Linda Hamilton es damals war – einfach viel zu jung rüber. Ihre Sarah Connor sah aus wie ein Teenager und nicht wie eine Frau Ende 20/Anfang 30 und wirkte in der Rolle nur wenig authentisch und eher unglaubwürdig. Und auch Jai Courtney als Kyle Reese und Jason Clarke als John Connor wurden ihren Vorbildern aus den ersten drei Filmen in keinster Weise gerecht. Rein besetzungstechnisch wurde hier bestenfalls TV-Format in einer 155-Mio-Dollar-Produktion platziert und das tut dem Film wirklich nicht sonderlich gut. Und die Stilisierung des von Arnie gespielten Terminators hin zur Vaterfigur, die von Sarah Connor dann auch ständig mit “Pops“ angesprochen wird, hätte auch nicht unbedingt sein müssen. Aber ich will nicht zu viel motzen, eigentlich hat mir Taylors Films ja ganz gut gefallen.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

MINDSCAPE (Frankreich / Großbritannien / Spanien / USA 2013, Regie: Jorge Dorado)

mindscape

(Fassung: Blu-ray, Studiocanal, Deutschland)

In MINDSCAPE bekommt es der Kriminalpsychologe John Washington (Mark Strong) – der über die Gabe verfügt, in die Erinnerungen seines Gegenübers eindringen zu können – mit dem Fall der 16-jährigen Anna Greene (Taissa Farmiga) zu tun. Mit Hilfe seiner Gabe soll Washington herausfinden, ob es sich bei dem im Hungerstreik befindlichen Mädchen nur um einen Teenager mit psychischen Problemen oder doch um eine gefährliche Soziopathin handelt. Doch während der Sitzungen kollidieren eigene Erinnerungen von Washington mit denen seiner Patientin und der Psychologe scheint langsam die Kontrolle zu verlieren…

Regisseur Jorge Dorado hat mit MINDSCAPE einen kleinen, ausgesprochen atmosphärischen Thriller gedreht, der mit seiner wendungsreichen und nicht zwingend vorhersehbaren Handlung (incl. Gänsehaut-Twist am Ende) für abwechslungsreiche und spannende Unterhaltung sorgt und streckenweise eine verdammt unheimliche und beunruhigende Stimmung verbreitet. Der Schlüssel im Gelingen des Films liegt in Hauptdarstellerin Taissa Farmiga, die ihrer Anna eine fast schon mystische Aura verleiht und ihre Rolle so facettenreich spielt, dass man sie als Zuschauer genauso wenig zu greifen bekommt wie ihr Gegenüber im Film. Die von ihr gespielte Anna ist hochintelligent, begabt, unheimlich, unsicher, zerbrechlich, stark, arrogant, durchtrieben und skrupellos – und scheint dies alles irgendwie gleichzeitig zu sein. Normalerweise wäre MINDSCAPE jetzt kein Film, den man zwingend weiterempfehlen müsste, aufgrund Farmigas Leistung ist Dorados Mysterythriller jedoch unbedingt sehens- und empfehlenswert.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

江山美人 | JIANG SHAN MEI REN (aka An Empress and the Warriors, China / Hongkong 2008, Regie: Ching Siu-Tung)

jiang shan mei ren

(Fassung: Blu-ray, Showbox Media Group, Großbritannien)

Nach dem gewaltsamen Tod des Herrschers ist es an dessen Tochter, der Prinzessin Yen (Kelly Chen), das entstandene Machtvakuum auszufüllen. Doch der für den Tod ihres Vaters verantwortliche und ebenfalls auf den Thron schielende Wu Ba (Guo Xiaodong) setzt alles daran, selbst die Macht zu ergreifen…

Freunde des asiatischen Kinos dürfte eine Handlung wie diese relativ bekannt vorkommen. Gerade in aus China und Hongkong stammenden Filmen sind solche Geschichten rund um Verrat, Intrigen, Ehre und Loyalität an antiken Kaiser- und Königshöfen ausgesprochen beliebt. 江山美人 | JIANG SHAN MEI REN ist dann auch nicht sonderlich mehr als ein weiterer, solider Genrebeitrag mit schönen Bildern und beeindruckend choreographierten Kampf- und Schlachtszenen. Was den Film von Ching Siu-Tung aus der Masse des Durchschnitts ein bisschen heraushebt, ist die eingeflochtene Liebesgeschichte zwischen der Prinzessin und dem ehemaligen Krieger Duan Lan Quan (Leon Lai), der nun zurückgezogen und einsam in der Wildnis lebt und die Prinzessin nach einem missglückten Mordanschlag findet und gesund pflegt. Insbesondere die Sequenz mit dem selbst gebauten, frühen Model eines Heißluftballons, mit dem der Prinzessin der Traum vom Fliegen erfüllt wird, fand ich inmitten der ganzen Kampfsequenzen ausgesprochen schön und beruhigend.

Bewertung: Unterhaltsam! – 6/10

 

 

MAGIC MIKE XXL (USA 2015, Regie: Gregory Jacobs)

magic mike xxl

(Fassung: Blu-ray, Warner, Deutschland)

Auf Bitte seiner früheren Kollegen, die sich genau wie er es bereits getan hat, nun langsam aus dem Stripper-Geschäft verabschieden wollen, kehrt Channing Tatum als Magic Mike auf die Leinwand zurück. Denn der Abschied soll bei einer großen Stripper Convention stattfinden und Mike soll auf jeden Fall dabei sein. Die Freunde begeben sich auf einen Road Trip der besonderen Art…

Faszinierte Soderberghs MAGIC MIKE aus dem Jahr 2012 auch in erster Linie durch seine ganze eigene, in Teilen fast schon melancholische und schwermütige Atmosphäre, in welche die wundervollen Bilder und Choreographien eingetaucht waren, ist in Jacobs Film von dieser Schwere nicht viel zu spüren. MAGIC MIKE XXL verbreitet viel mehr allerbeste Laune, wirft einen liebenswürdigen, humorvollen und augenzwinkernden Blick auf seine Protagonisten, vermeidet jedoch, sich über sie lustig zu machen, sondern behandelt diese ernsthaft und respektvoll. MAGIC MIKE XXL ist ein durchweg positiver Film, in den man sich als Zuschauer regelrecht hineinfallen lassen kann. Mit Soderberghs Vorgänger hat er vor allem die visuelle Brillanz gemein – was wenig verwunderlich ist, denn Steven Soderbergh war hier nicht nur als ausführender Produzent mit an Bord, sondern zeichnete darüber hinaus auch für Kameraarbeit und Schnitt verantwortlich -, die MAGIC MIKE XXL streckenweise zu einem Fest für die Sinne werden lässt. Und auf seine Schauwerte, auf die Kraft von Soderberghs Kameraführung und den tollen Soundtrack kann sich Regisseur Jacobs ebenso verlassen wie auf seine Schauspieler, denen man richtig anzumerken scheint, was sie für einen Spaß beim Dreh gehabt haben dürften. Mir persönlich hat die Fortsetzung sogar noch einen kleinen Tick besser gefallen als der auch schon ziemlich tolle Vorgänger.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

ST. VINCENT (USA 2014, Regie: Theodore Melfi)

st. vincent

(Fassung: Blu-ray, Polyband, Deutschland)

 Bill Murray ist Vincent, ein griesgrämiger Rentner, der raucht, trinkt, wegen seiner Spielsucht notorisch pleite und hochverschuldet ist und mit Ausnahme seiner Katze Felix und der Prostitutierten Daka (Naomi Watts) allen Lebewesen gegenüber erstmals misstrauisch und feindselig eingestellt zu sein scheint. Das ändert sich, als die alleinerziehende Maggie (Melissa McCarthy) mit ihrem 12-jährigen Sohn Oliver (Jaeden Lieberher) ins Nachbarhaus zieht. Sieht Vincent in Oliver zunächst in erster Linie eine Einnahmequelle – da Maggie ständig Überstunden machen muss, benötigt sie einen Babysitter -, verändert der Umgang mit dem Jungen den alten Nörgler nach und nach immer mehr…

ST. VINCENT ist ein echter Glücksfall von einem Film, geht schon nach wenigen Minuten mitten ins Herz und setzt sich dort komplett fest. Aus der Masse dieser kleinen Independent-Produktionen, die in den letzten Jahren so als Gegenpol zum Big-Budget-Blockbuster-Kino entstanden sind, ragt ST. VINCENT deutlich hervor, auch wenn die Moral von der Geschichte natürlich nicht klischeehafter sein könnte und auch das Ende des Films sehr vorhersehbar geraten ist. ST. VINCENT lebt von seinen durch die Bank großartigen Schauspielern. Ob das nun Melissa McCarthy ist, die hier gekonnt gegen ihr Image der schrillen Schreckschraube anspielt, oder Naomi Watts in der Rolle der russischen Prostituierten oder natürlich Filmdebütant Jaeden Lieberher als Oliver, der es schafft, das Herz seines griesgrämigen Nachbarn zu erobern und damit sowohl dessen als auch sein Leben nachhaltig zu verändern. Aus all diesen großartigen Schauspielerleistungen sticht Bill Murray in der Rolle des Vincent jedoch noch mal deutlich hervor. Murray liefert hier eine der besten Darbietungen seiner Karriere ab und wäre in einer besseren Welt für seine Leistung wahrscheinlich mit Preisen überhäuft worden.

ST. VINCENT ist komisch, tragisch, bewegend, berührend und sei hiermit jedem, der sich auch nur im Ansatz für diese kleinen aber feinen Feel-Good-Movies begeistern kann, dringend ans Herz gelegt.

Bewertung: Hervorragend! – 9/10

 

 

THE SHIELD: SEASON 7 (USA 2008, Idee: Shawn Ryan)

the shield

(Fassung: DVD, Sony, USA)

 In diesen dreizehn Episoden der siebten und letzten Staffel von THE SHIELD versucht der von Michael Chiklis einmal mehr herausragend verkörperte Vic Mackey seine Karriere zu retten und seine Schäfchen endgültig ins Trockene zu bringen. Doch nicht alles läuft wie geplant und es entwickelt sich ein nervenaufreibendes Katz- und Mausspiel…

Das Lob, das ich in meinen bisherigen Einträgen zu THE SHIELD vergeben habe, kann ich auch für diese letzte Staffel nur wiederholen. 13 außerordentlich spannende Folgen erwarten den Zuschauer – und sie alle sind auf ein wirklich großartiges Ende hin konzipiert. Ich möchte mich jetzt gar nicht noch mal groß gebetsmühlenartig über die extrem hohe Qualität dieser Serie auslassen, über ihre tolle Machart im quasi halbdokumentarischen Stil, ihre großartigen Schauspieler, die diesen ganzen streitbaren Charakteren und Typen ein Gesicht verliehen haben, usw., usf.; THE SHIELD hält über sieben Staffeln ein wahrlich herausragendes Seherlebnis bereit und sei hiermit jedem Freund von TV-Serien nachhaltig empfohlen.

Bewertung: Hervorragend! – 9/10

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