Ein weiterer Kessel Buntes

MONA LISA (Großbritannien 1986, Regie: Neil Jordan)

mona lisa

(Fassung: Blu-ray, Arrow, Großbritannien)

Beim einflussreichen Gangster Mortwell (Michael Caine) tritt der gerade aus dem Gefängnis entlassene George (Bob Hoskins) einen Job als Chauffeur an und fährt die Edelprostituierte Simone (Cathy Tyson) von einem Kunden zum nächsten. Schon bald beginnt George, für seinen attraktiven Fahrgast Gefühle zu entwickeln und als diese ihn schließlich bittet, ihr bei der Suche nach einer vermissten Freundin zu helfen, bekommt George ein ernsthaftes Loyalitätsproblem…

Neil Jordan erzählt die Geschichte von George und Simone auf ausgesprochen ruhige Art und Weise, nimmt sich viel Zeit, seine Charaktere und Figuren zu entwickeln und taucht seine Story in teils einzigartig schöne Bilder. Die Atmosphäre von MONA LISA kann man vielleicht am besten als Mischung aus verträumt-melancholisch und verrucht beschreiben, das durchaus vorhandene Sleaze-Potential, welches diese Zwischenwelt, in der Jordans Film spielt, nun mal so mit sich bringt, verleiht MONA LISA immer wieder einen Hauch des Verbotenen, wobei der Film dabei nie in komplett schmierige Gefilde abzudriften droht. Dreh- und Angelpunkt des Gelingens des Films ist jedoch Bob Hoskins in der Rolle des Chauffeurs. Wird er in den ersten Szenen zunächst noch als jähzorniger Unsympath eingeführt, gelingt es ihm durch sein überzeugendes Spiel mit zunehmender Laufzeit immer mehr, den Zuschauer für sich zu gewinnen und ihn dazu zu bringen, ihn als Identifikationsfigur, mit der es sich lohnt, mitzufiebern, vollkommen zu akzeptieren.

MONA LISA ist einer dieser Filme, die einen als Zuschauer schleichend in ihren Bann ziehen, bei denen man irgendwann zu merken beginnt, dass man sich einfach nicht mehr von ihnen lösen kann, die einen um den sprichwörtlichen Finger wickeln und bei denen das Einsetzen des Abspanns durchaus Ernüchterung auslöst, da man gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbracht hätte.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

SUDDEN DEATH (USA 1995, Regie: Peter Hyams)

sudden death

(Fassung: DVD, Universal, Deutschland)

Während des letzten und entscheidenden Spiels des Stanley-Cup-Finales der NHL nimmt eine Gruppe von Terroristen, angeführt von Powers Boothe in der Rolle des Joshua Foss, den US-Vizepräsidenten (Raymond J. Barry) als Geisel und droht damit, das komplette Eishockey-Stadion in die Luft zu jagen, wenn ihre finanziellen Forderungen nicht erfüllt werden. Während die Zuschauer gar nichts von der Bedrohung mitbekommen, nimmt der Feuerinspektor Darren McCord (Jean-Claude Van Damme) den einsamen Kampf gegen die Schwerverbrecher auf und hat dafür auch persönliche Gründe. Sein Sohn und seine Tochter befinden sich im Stadion und letztere ist in die Hände der Terroristen geraten…

Ein abgeschlossener Raum, eine terroristische Bedrohung, ein Mann, der persönlich betroffen ist und den Kampf aufnimmt – nachdem Steven Seagal bereits 3 Jahre zuvor in UNDER SIEGE seine eigene DIE HARD-Variante auf einem Schiff auf die Leinwände bringen durfte, ist es nun Jean-Claude Van Damme, der in die Bruce-Willis-Rolle schlüpft und es unter der Regie von Peter Hyams mit Terroristen in einem Eishockeystadion zu tun bekommt.

SUDDEN DEATH entstand damals am Höhepunkt der Karriere von Jean-Claude Van Damme, bereits kurze Zeit später sollte es mit dessen Erfolgen langsam bergab gehen, bis er sich schließlich – wie so viele seiner Kollegen, allen voran natürlich Steven Seagal – in der DTV-Hölle wiederfinden sollte. Bei mir persönlich löst das Wiedersehen mit einem Film wie diesem hier – nach gut 20 Jahren – vor allem ein Gefühl der Wehmut aus. Natürlich ist SUDDEN DEATH kein Kandidat für irgendwelche Filmpreise, aber er ist handwerklich über jeden Zweifel erhaben und wurde damals ganz offensichtlich mit einem Budget ausgestattet welches den Machern erlaubte, einen Film für die große Leinwand zu drehen. Er ist spannend inszeniert, seine Pro- und Antagonisten erzeugen beim Zuschauer Emotionen (vor allem Powers Boothe ist toll als diabolischer Bösewicht), die Action-Highlights sind innerhalb des Handlungsverlaufs perfekt platziert und über fehlende Härten kann man sich als Fan des Actionfilms nun wahrlich auch nicht beklagen. Heute, im Jahr 2016, könnte ein Film wie SUDDEN DEATH nicht mehr fürs Kino gedreht werden. Er wäre zu unspektakulär, viel zu klein für die große Leinwand. Filme wie dieser finden heutzutage nur noch im DTV-Bereich statt, was man ihnen oftmals aufgrund des fehlenden Budgets und mitunter auch des fehlenden Talents (hinter und vor der Kamera) deutlich ansieht. Ein Umstand, den ich persönlich ausgesprochen bedauerlich finde. Ich vermisse Filme wie SUDDEN DEATH in der aktuellen Kinolandschaft, sehr sogar.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

MEN IN BLACK II (USA 2002, Regie: Barry Sonnenfeld)

men in black ii

(Fassung: DVD, Columbia TriStar, Deutschland)

Nach dem großen Erfolg von MEN IN BLACK kam 5 Jahre später diese Fortsetzung in die Kinos, die sich natürlich sämtlichen Sequel-Regeln unterwarf. Alles ist etwas größer, phantastischer, spektakulärer und witziger geraten als im Vorgänger, die Bedrohung für die Menschheit ist noch ein Stück bedrohlicher und das von Will Smith und Tommy Lee Jones gebildete Duo – letzterer muss aufgrund der akuten Gefahr sogar aus dem wohlverdienten Ruhestand zurückgeholt werden – ist natürlich noch schlagfertiger als im Film zuvor.

Und doch trifft auch meine schon bei MEN IN BLACK gewonnene Erkenntnis hier zu. Im Vergleich zu dem Bombast, den das moderne Blockbusterkino so zu bieten hat, kommt auch MEN IN BLACK II erfreulich klein und bescheiden daher. Die Nettolaufzeit von MEN IN BLACK II dauert gerade mal 80 Minuten – in mancher aktuellen Comicverfilmung würde man sich wünschen, in den ersten 80 der insgesamt 160 Minuten passiere überhaupt mal etwas -, die Geschichte wird ohne große Schnörkel erzählt und ist in ihrer Einfachheit und Eingängigkeit ungemein unterhaltsam, witzig und einfach nur sympathisch. Blockbusterkino aus einer mittlerweile längst vergangenen Zeit, das auf mich persönlich aber auch heute noch eine riesige Faszination ausübt. Das ist einfach richtig gute Unterhaltung, die Barry Sonnenfeld und sein Team hier präsentieren, mit vielen tollen Ideen und einem wunderbaren Hauptdarstellergespann. Lediglich die CGI-Effekte haben die letzten 14 Jahre an technischer Entwicklung nicht ganz so gut überstanden. Das ist allerdings ein Makel, der leicht zu verkraften ist.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

SPY (USA 2015, Regie: Paul Feig)

spy

(Fassung: Blu-ray, 20th Century Fox, Deutschland)

Um eine globale Katastrophe zu verhindern muss in SPY die CIA-Analystin Susan Cooper (Melissa McCarthy) ihren sicheren Schreibtischjob verlassen und stattdessen einen gefährlichen Undercover-Auftrag übernehmen – für den sie eigentlich gar nicht geeignet ist…

Nach BRIDESMAIDS und THE HEAT ist SPY nun schon der dritte Film, in dem Regisseur Paul Feig mit Hauptdarstellerin Melissa McCarthy zusammenarbeitet und diese Zusammenarbeit ist wie schon in den beiden Filmen zuvor ausgesprochen ansehnlich geraten. SPY geht von Anfang bis zum Ende als lupenreine James-Bond-Persiflage durch, präsentiert schon während der obligatorischen Anfangscreditsequenz mit dem Song “Who Can You Trust“ von Ivy Levan so ganz nebenbei einen der besten “Bond“-Songs der letzten Jahre, konzentriert sich in den folgenden 2 Stunden darauf, das Bond-Konzept auf ebenso unterhaltsame wie respektlose Art und Weise durch den Kakao zu ziehen und ist darüber hinaus sogar noch durchaus spannend geraten. Über Melissa McCarthy kann ich mich immer wieder regelrecht kranklachen – als Agentin wider Willen ist sie einmal mehr eine absolute Schau – und auch ihre beiden Co-Stars Jason Statham und Jude Law überzeugen mit großem komödiantischen Talent und einem feinen Gespür für immer wieder gelungenem Timing. Man merkt SPY regelrecht an, dass die Beteiligten beim Dreh dieses Films verdammt viel Spaß gehabt haben dürften und dieser Spaß überträgt sich über weite Strecken eins-zu-eins auf den Zuschauer. Lediglich die Laufzeit des Films ist mit 130 Minuten in der Extended Fassung doch etwas arg üppig ausgefallen und so kommt man nicht umhin, anmerken zu müssen, dass sich immer wieder kleinere Längen einzuschleichen drohen und der Film mitunter etwas auf der Stelle zu treten scheint. Dem positiven Gesamteindruck kann diese kleinere Schwäche jedoch kaum Schaden zufügen.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

HOW I MET YOUR MOTHER: SEASON 9 (USA 2013 /2014, Idee: Carter Bays / Craig Thomas)

how i met your mother

(Fassung: DVD, 20th Century Fox, Deutschland)

 In der neunten und letzten Staffel lernt der von Josh Radnor gespielte Ted Mosby nun endlich die Mutter seiner künftigen Kinder kennen. Die Erzählzeit der Staffel beschränkt sich – bis auf die letzte Doppelfolge – dabei auf einen extrem übersichtlichen Rahmen, was zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, begleitet man die Freunde erstmals nicht durch ein komplettes Jahr. Staffel 9 schließt unmittelbar an das Ende der vorherigen Staffel an und spielt sich gänzlich wenige Tage vor der Hochzeit von Barney (Neil Patrick Harris) und Robin (Cobie Smulders) ab.

Wie schon der Vorgängerstaffel ist auch dieser finalen Season deutlich anzumerken, dass den kreativen Köpfen hinter HOW I MET YOUR MOTHER langsam aber sicher die Ideen ausgegangen sind. Es gibt einige Füllerepisoden, die gerade mal unterhaltsam geraten sind und denen man anmerkt, dass sie nur gedreht wurden, um am Ende des Tages wieder auf 24 Folgen zu kommen. Glücklicherweise sind die guten Folgen immer noch in der Überzahl und so ein, zwei echte Highlight-Episoden sind auch wieder vorhanden. So bringen Carter Bays und Craig Thomas ihre Serie zumindest zu einem halbwegs würdigen Ende.

An der finalen Doppelfolge dürften sich die Geister ziemlich scheiden. Hier rast der Zuschauer regelrecht durch die Zukunft der verschiedenen Protagonisten, hakt einzelne Stationen in deren Leben ab und landet letztendlich im Jahr 2030, in dem er Zeuge wird, wie Ted Mosby seine Geschichte beendet. Sehr gut hat mir dabei gefallen, wie es den Machern gelungen ist, in diesen 40 Minuten aufzuzeigen, wie fragil Lebenspläne aussehen können, wie sich Freundschaften zu verlieren drohen, weil der Zahn der Zeit an ihnen nagt, wie die Unbeschwertheit der 20er und frühen 30er Jahre im Leben eines Menschen irgendwann durch den Ernst des Lebens und den Alterungsprozess verloren geht. Richtig ärgerlich an dieser letzten Episode ist tatsächlich dieser finale Twist, den es einfach nicht gebraucht hätte und der auch extrem unglaubwürdig rüberkommt. Auf der DVD ist auch eine alternative Version dieser Episode enthalten, die ohne diesen Twist auskommt und die Serie so zu einem viel schöneren Ende führt. Vielleicht hätten die Macher ihre Serie einfach mit dieser Fassung offiziell beenden sollen.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

JURASSIC PARK (USA 1993, Regie: Steven Spielberg)

jurassic park

(Fassung: DVD, Universal/Columbia TriStar, Deutschland)

Der Mega-Blockbuster aus dem Jahr 1993. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie man schon Monate vor Kinostart durch verschiedene Teaser im Kino extrem angefixt wurde, einem die Werbung vor dem Film am Tag des Deutschlandstarts fast schon unerträglich lang vorkam und die arme Eisverkäuferin (die Älteren unter uns werden sich an diese alte Gepflogenheit in den Kinos noch erinnern) unter lauten Buhrufen aus dem Saal gejagt wurde. Wirklich jeder wollte endlich die Dinosaurier auf der Leinwand und dieses Erlebnis sollte nicht noch von diversen Eiskäufen hinausgezögert werden. Als die Dinos dann nach gut 20 Minuten ihren ersten Auftritt hatten, war das schon einer dieser Kinomomente, die einfach nur Gänsehaut verbreiten.

Über 20 Jahre später nun ein erneutes Wiedersehen mit JURASSIC PARK (zuletzt dürfte ich den Film im Jahr 2001 auf DVD gesehen haben) und die damit verbundene Erkenntnis, dass Spielbergs Film die lange Zeit mehr als gut überstanden hat, auch heute noch ausgesprochen faszinierend wirkt und dem Zuschauer genau das bietet, was der sich von so einem Mega-Blockbuster erwartet: spektakuläre, geradlinige und spannende Unterhaltung, mit Figuren, die mehr sind als bloße Abziehbildchen, sondern Charaktere, für die man als Zuschauer Gefühle entwickeln kann, mit mitreißenden Suspense-Szenen (das erste Auftauchen des T-Rex, die Raptoren in der Küche, usw.) und mit Effekten, die auch heute noch richtig, richtig gut aussehen.

Ähnlich wie die beiden kurz zuvor gesehenen MEN IN BLACK-Filme gehört auch JURASSIC PARK zu einer Gattung des Blockbusterkinos, die mittlerweile komplett ausgestorben zu sein scheint. Ich bin gespannt, ob die aktuelleren Fortsetzungen dieser beiden Reihen, die ich mir demnächst ansehen werde, vielleicht ein kleines bisschen dieser alten Blockbustermagie entfachen können.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

HOUSE OF CARDS: SEASON 1 (USA 2013, Idee: Beau Willimon)

house of cards

(Fassung: Blu-ray, Sony, Deutschland)

In der ersten Staffel von HOUSE OF CARDS lernt der Zuschauer den Kongressabgeordneten Francis Underwood (Kevin Spacey) kennen, der sich große Hoffnungen auf den Außenministerposten unter dem neuen US-Präsidenten Garrett Walker (Michael Gill) gemacht hatte, von diesem jedoch abgekanzelt wurde. Der einflussreiche Underwood entspinnt ein Netz aus Intrigen und Korruption um am Ende des Tages doch irgendwie seinen Fuß in die Tür des Weißen Hauses zu bekommen…

Wow, normalerweise bin ich bei diese extrem gehypten Serien ja immer etwas skeptisch (nicht zuletzt seit der für mich ernüchternden und enttäuschenden Seherfahrung mit BREAKING BAD), aber bei HOUSE OF CARDS kann man dem ganzen Hype tatsächlich Glauben schenken. Die aus dem gleichnamigen Roman des Autoren Michael Dobbs und der auf diesem basierenden Miniserie der britischen BBC entwickelte Vision von Beau Willimon ist tatsächlich von der ersten bis zur letzten Minute spannend, packend und entwickelt ein enormes Suchtpotential. Die insgesamt 13 Episoden dieser ersten Staffel fliegen regelrecht an einem vorbei, die immer neuen Intrigen, die sich der von Kevin Spacey einfach nur grandios verkörperte Underwood ausdenkt, um an seine Ziele zu kommen, lassen einen immer wieder sprachlos zurück und wenn am Ende klar ist, dass Underwood sein erstes Etappenziel erreicht haben wird, kann man es kaum erwarten, zu erfahren, wie es denn wohl weitergehen wird, ob die sich auf seinen Fersen befindliche Reporterin es schaffen wird, sein Konstrukt aus Lug und Trug aufzudecken, oder ob er dieses Netz weiter spinnen kann, ohne dass er selbst irgendeinen Schaden davonträgt.

Neben Kevin Spacey als Underwood brillieren insbesondere Robin Wright als dessen Ehefrau Claire und Kate Mara als Reporterin Zoe Barnes und als Regisseure der ersten Staffel erschaffen u.a. David Fincher, James Foley, Joel Schumacher und Carl Franklin eine politische Landschaft am Abgrund, ohne jegliche Moral, die trotz der vielen schier unfassbaren Wendungen, die einem als Zuschauer hier aufgetischt werden, so verdammt authentisch und glaubwürdig wirkt, dass man es eigentlich nur als erschreckend bezeichnen kann.

Bewertung: Hervorragend! – 9/10

 

 

ALOHA (USA 2015, Regie: Cameron Crowe)

aloha

(Fassung: Blu-ray, 20th Century Fox, Deutschland)

 In ALOHA dreht sich alles um den ehemaligen Militärberater Brian Gilcrest (Bradley Cooper), der nach langen Jahren nach Hawaii zurückkehrt um den Start eines Waffensatelliten zu überwachen und dort fast zwangsläufig auf seine alte Liebe Tracy (Rachel McAdams) trifft, für die Gilcrest noch immer Gefühle hegt. Das Militär vor Ort stellt ihm in der attraktiven Allison Ng (Emma Stone) eine Art Wachhund an die Seite, für die Gilcrest schon nach kurzer Zeit auch ernsthafte Gefühle zu entwickeln scheint. Hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen fällt es dabei ziemlich schwer, den eigentlichen Job zu erledigen…

Ok, ALOHA sieht phantastisch gut aus, was natürlich in erster Linie der traumhaften Kulisse von Hawaii geschuldet ist, versucht den Zuschauer zudem mit einer wirklich federleicht erzählten Geschichte einzulullen und über seine komplette Laufzeit eine Atmosphäre zu entwickeln, die den Zuschauer in so etwas wie Wellness- oder Urlaubsstimmung versetzen soll. Das ist ja alles durchaus hübsch und nett anzusehen, bei näherer Betrachtung verpuffen die billigen Taschenspielertricks, die zum Einlullen des Zuschauers angewendet werden, aber wie heiße Luft. ALOHA ist erschreckend leer und – insbesondere vor dem Hintergrund, dass dieser Film von dem Regisseur inszeniert wurde, der für einen meiner absoluten Lieblingsfilme (ALMOST FAMOUS) verantwortlich zeichnete – weit davon entfernt, als sehenswert oder auch nur ansatzweise gut bzw. unterhaltsam bezeichnet zu werden. Gerettet wird der Film letztendlich von der namhaften Besetzung (neben Bradley Cooper, Rachel McAdams und Emma Stone sind auch noch Bill Murray und Alec Baldwin mit von der Partie), der wirklich tollen Kameraarbeit von Eric Gautier, dem guten Soundtrack von Jónsi & Alex und dem einen oder anderen witzigen Moment, der sich in die inhaltliche Leere eingeschlichen hat.

Bewertung: Ganz ok! – 5/10

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