The Last of March and the First of April

SUPERNATURAL: SEASON 2 (USA 2006 / 2007, Idee: Eric Kripke)

supernatural - season 2

(Fassung: DVD, Warner, Deutschland)

In diesem Jahr startet die mittlerweile 12. Staffel von SUPERNATURAL im US-Fernsehen. Eine Serie, die es auf so eine extrem lange Laufzeit bringt, muss irgendwas verdammt richtig machen. Ansonsten hätten sich die Fans schon lange abgewendet. Hat man wie ich nun gerade mal die ersten beiden Staffeln gesichtet, muss man sich allerdings zwangsläufig die Frage stellen, wann es denn endlich so weit sein wird, dass SUPERNATURAL die Kurve kriegt und sich zum echten Serienhit entwickelt. Die wie schon die Auftaktstaffel ist auch Season 2 bestenfalls als unterhaltsam zu bezeichnen und über die komplette Distanz von 22 Episoden mitunter eine arg zähe Angelegenheit.

Als Zuschauer begleitet man erneut die beiden Brüder Sam (Jared Padalecki) und Dean Winchester (Jensen Ackles) auf ihrer Reise durch die Vereinigten Staaten, die sie immer wieder an teils abgelegene Orte bringt, an denen es irgendwelche Dämonen, Geister oder sonstige Wesen der Unterwelt zu bekämpfen und zu besiegen gibt. Erneut ist jede Folge in sich abgeschlossen, jede Folge hält sich an einen fest vorgegebenen Handlungsverlauf und ein roter Faden, der alle Folgen der Staffel miteinander verbindet, ist zwar vorhanden, aber nur so hauchdünn, dass man nun nicht gerade behaupten könnte, SUPERNATURAL würde durch eine übergeordnete Rahmenhandlung großartig Spannung verbreiten.

Als wirklich sehenswert und gut würde ich gerade mal die ersten drei Folgen der Staffel bezeichnen wollen, danach geht es qualitativ leider merklich bergab und knapp die Hälfte aller Episoden haben sich nicht einmal das Prädikat “unterhaltsam“ verdient, welches sich die komplette Staffel bei Zusammenzählen der Bewertungen der einzelnen Folgen im Durchschnitt gerade noch knapp erkämpft hat. SUPERNATURAL: SEASON 2 plätschert ohne große Höhepunkte so vor sich hin, tut niemandem dabei ernsthaft weh und dürfte auch niemanden zu großen Begeisterungsstürmen hinreißen. Ich bin echt gespannt, ab welcher Staffel es mit dieser Serie qualitativ bergauf gehen wird. Diese Spannung werde ich allerdings noch eine ganze Weile aufrecht erhalten. Fürs Erste stelle ich SUPERNATURAL wieder zurück ins Regal. Hab momentan keinen Lust mehr auf den Kram.

Bewertung: Unterhaltsam! – 6/10

 

 

INSIDE OUT (USA 2015, Regie: Pete Docter / Ronnie Del Carmen)

inside out

(Fassung: Blu-ray 3D, Disney, Deutschland)

In INSIDE OUT katapultieren die beiden Regisseure Pete Docter und Ronnie Del Carmen mitten in das Gehirn der kleinen Riley, welches als riesengroße Schaltzentrale daherkommt, in der die Hauptemotionen Freude, Kummer, Angst, Ekel und Wut – animationsfilmgerecht als putzige Figuren dargestellt – irgendwie versuchen, die geänderte Lebenssituation zu verarbeiten, in der sich Riley nach einem Umzug nach San Francisco befindet..

Sieht man mal über die pädagogisch eher suboptimale Message des Films hinweg – INSIDE OUT bietet für Kinder natürlich eine herrliche Ausrede, den verschiedenen Stimmungen vollkommen freien Lauf zu lassen, sind ja bei plötzlichen Stimmungsschwankungen ganz offensichtlich, wie uns der Film lehrt, höhere Kräfte am Werk -, so kann man guten Gewissens feststellen, dass das, was Docter und sein Co-Regisseur Del Carmen hier präsentieren, schon einen riesigen Spaß für Jung und Alt darstellen dürfte. INSIDE OUT steckt voller witziger und charmanter Ideen, sprüht regelrecht vor Einfallsreichtum, ist toll animiert und ungemein kurzweilig und unterhaltsam erzählt. Und diese kurze Sequenz, in der INSIDE OUT auch mal einen kleinen Ausflug in die Schaltzentralen der Eltern der kindlichen Hauptfigur unternimmt, trifft so exakt ins Schwarze und ist so ungemein komisch, dass man sich als erwachsener Zuschauer eine Fortsetzung wünschen würde, in der dann tatsächlich das Gehirn erwachsener Menschen im Mittelpunkt steht. Die könnte diesen Film hier dann wahrscheinlich sogar noch toppen.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

THE LOST WORLD: JURASSIC PARK (USA 1997, Regie: Steven Spielberg)

the lost world - jurassic park

(Fassung: DVD, Columbia TriStar/Universal, Deutschland)

Nach dem großen Erfolg von JURASSIC PARK musste natürlich eine Fortsetzung her. Steven Spielberg selbst inszenierte 4 Jahre später diesen Nachfolger, ohne Sam Neill und Laura Dern, dafür erneut mit Jeff Goldblum, dieses Mal auch in der Hauptrolle, der es erneut mit Dinosauriern zu tun bekommt, weil der für den im Vorgänger gescheiterten Vergnügungspark verantwortliche John Hammond (Richard Attenborough) ausgerechnet die abenteuerlustige Freundin (Julianne Moore) des von Goldblum gespielten Chaostheoretikers Ian Malcolm auf eine Insel voller Dinos geschickt hat, um dokumentieren zu lassen, wie sich diese nunmehr ohne menschlichen Einfluss entwickeln…

Den Regeln der Fortsetzung folgend bietet THE LOST WORLD: JURASSIC PARK natürlich noch mehr Dino-Action als der Vorgänger, verkommt so aber leider auch relativ schnell zur bloßen Nummernrevue. Diesen Zauber und diese Magie, die von JURASSIC PARK noch ausging, kann der Nachfolger praktisch nie vermitteln. Was Spielberg hier jedoch erneut gelingt, sind famose Suspense-Sequenzen – allein diese Szene mit dem Angriff der beiden T-Rex und dem über dem Abgrund baumelnden Anhänger bietet Spannung pur und rechtfertigt schon allein die Sichtung des Films – und das Kunststück, dass dem Zuschauer innerhalb der gebotenen Jahrmarktsattraktionen die handelnden Figuren nicht irgendwann egal werden, sondern er bis zum Ende mit diesen gemeinsam hoffen und bangen kann. Alles in allem also eine gelungene Fortsetzung, die ich persönlich komischerweise tatsächlich erst jetzt zum allerersten Mal gesehen habe.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

JURASSIC PARK III (USA 2001, Regie: Joe Johnston)

jurassic park iii

(Fassung: DVD, Universal, Deutschland)

Vier weitere Jahre sind seit THE LOST WORLD: JURASSIC PARK ins Land gezogen und bei den Universal Studios dachten sie wohl, es sei an der Zeit für mehr Dino-Action. JURASSIC PARK III erblickte die Leinwände, Steven Spielberg wirkte nur noch als ausführender Produzent mit, für den Regiestuhl wurde stattdessen Joe Johnston verpflichtet, der sich zuvor mit THE ROCKETEER und JUMANJI einen Namen gemacht hatte. Und Sam Neill kehrt als Hauptdarsteller zurück, der mit einem Täuschungsmanöver von William H. Macy zur Dino-Insel gelockt wird. Dessen Sohn ist nämlich bei einem Paragliding-Unfall über der Insel abgestürzt und soll nun gerettet werden…

Puh, fehlt THE LOST WORLD: JURASSIC PARK im Vergleich zu JURASSIC PARK „nur“ der Zauber und die Magie, geht JURASSIC PARK III im Vergleich zum unmittelbaren Vorgänger nun auch noch die Spannung ab. Johnstons Film bietet dafür Dino-Action am laufenden Band, bombardiert den Zuschauer mit katastrophalen Vorkommnissen und lässt diesem kaum Zeit zum Atmen. Das wird alles sehr schnell sehr ermüdend und die gerade mal 90-minütige Laufzeit kommt einem schier unendlich vor. Als Zuschauer eine Bindung zu den handelnden Personen aufzubauen ist praktisch unmöglich, die Dinos sind erschreckend schlecht animiert (insbesondere im Vergleich zum 8 Jahre älteren Ausgangsfilm) und so manche Dino-Sequenz ist einfach nur komplett bescheuert geraten. Es ist fast schon erschreckend, wie belanglos der bis dato teuerste Film der Reihe doch geworden ist. Und noch erschreckender bzw. extrem erstaunlich ist es, dass dieser Film, in den 93 Mio. Dollar investiert wurden (20 Mio. mehr als beim zweiten und 30 Mio. mehr als beim Auftaktfilm) sogar noch fast das doppelte seiner Produktionskosten wieder eingespielt hat und nicht einfach nur gnadenlos gefloppt ist. Es hätte mich nicht gewundert.

Bewertung: Naja! – 4/10

 

 

BIRDMAN OR (THE UNEXPECTED VIRTUE OF IGNORANCE) (USA 2014, Regie: Alejandro González Iñárritu)

birdman or (the unexpected virtue of ignorance)

(Fassung: Blu-ray, 20th Century Fox, Deutschland)

BIRDMAN – den kompletten Filmtitel einmal in der Überschrift zu nennen, muss genügen – erzählt die Geschichte des einst kommerziell erfolgreichen Schauspielers Riggan Thomson (Michael Keaton), der, um an alte Erfolge anzuknüpfen, nun versucht, mit einem Bühnenstück am Broadway sein Glück zu machen, bei dem er sowohl die Hauptrolle bekleidet als auch den Job als Regisseur und Drehbuchautor übernimmt. Doch während der Vorbereitungen auf die große Premiere hat Riggan nicht nur mit seinem Alter Ego zu kämpfen, sondern auch mit den Meriten des Starschauspielers Mike Shiner (Edward Norton), der kurzfristig für die zweite männliche Hauptrolle einspringt, da der dafür vorgesehene Schauspieler von einem herunterfallenden Scheinwerfer schwer verletzt wurde und nun ausfällt…

BIRDMAN war der große Gewinner der letztjährigen Oscarverleihung, konnte 4 der begehrten Trophäen einsacken (Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera) und wurde mit guten Kritiken überhäuft. Ja, in Hollywood lieben sie solche Geschichten. Geschichten, die mit dem ach so schweren Schicksal des Schauspielers erzählen, der doch vornehmlich anspruchsvolle Kost abliefern möchte, beim unangenehmen Pöbel aber nur dann Erfolg hat, wenn er niveaulose Hauptrollen in Superheldenverfilmungen übernimmt. Puh, da hat uns doofen Zuschauern Alejandro González Iñárritu mit BIRDMAN aber mal so richtig einen vor den Latz geknallt. Jetzt haben wir beim nächsten Blockbuster, der uns blendend unterhält, sicherlich ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und schauen von nun an nur noch Filme wie BIRDMAN an, die Hollywood wohl für so etwas wie anspruchsvolles Kunstkino zu halten scheint. Gut, ausgerechnet Michael Keaton in der Hauptrolle des hadernden Schauspielers zu besetzen war ein kluger Schachzug, dieses Zugeständnis muss man Iñárritu machen, bildet BIRDMAN letztendlich ja ein Schicksal ab, dass dem von Keaton selbst nicht ganz unähnlich ist. Nachdem er den Batman in den beiden Burton-Filmen Anfang der 90er Jahre gespielt hatte, ging es mit seiner Karriere eher ab- als aufwärts. Aber im Endeffekt ist das, was Iñárritu hier abliefert, nur jämmerlicher Schein, ein aufgeblähtes Nichts, ein Film, der mich zu keiner Sekunde seiner Laufzeit auch nur ansatzweise für seine Geschichte interessieren konnte. Dieses (vorgetäuschte) Stilmittel, BIRDMAN sei nur in einem Take gedreht (es gibt tatsächlich nur sehr wenige sichtbare Schnitte innerhalb des Films) und die daraus resultierende Tatsache, dass die Handkamera ständig am Arsch der handelnden Personen hängt, mag vielleicht auf den ersten Blick eindrucksvoll erscheinen, ist am Ende des Tages aber Beleg dafür, dass hier kein großer Regisseur, sondern in erster Linie ein großer Täuscher am Werk gewesen ist. Dieses Stilmittel – das in der vorliegenden Umsetzung übrigens extrem schnell extrem zu nerven beginnt – soll ganz offensichtlich über die Leere und Bedeutungslosigkeit der Geschichte hinwegtäuschen, dient in keiner Weise der Handlung und wirkt einfach nur selbstzweckhaft. Ich will BIRDMAN jetzt nicht komplett verreißen, dafür spielen Keaton, Norton und insbesondere auch die tolle Emma Stone in diesem großen Nichts einfach zu gut und retten Iñárritus Film schließlich auch davor, zum kompletten Ärgernis zu werden, aber das, was dem Zuschauer hier präsentiert wird, ist kein Film, sondern die Demonstration eines hochnäsigen Regisseurs, der sich anscheinend für den größten seines Fachs zu halten scheint. Ich habe selten einen unsympathischeren und dekadenteren Film gesehen als diesen hier. Und soll ich jetzt noch etwas über den unfassbar nervtötenden Drum Score von Antonio Sanchez schreiben? Ich lass es einfach.

Bewertung: Mies (mit wenigen guten Momenten)! – 3/10

 

 

 

MAN UP (Frankreich / Großbritannien 2015, Regie: Ben Palmer)

man up

(Fassung: Blu-ray, Studiocanal, Großbritannien)

Nancy (Lake Bell) ist Mitte 30, Single, und hat die Hoffnung, doch noch irgendwann den Mann fürs Leben zu finden eigentlich schon fast aufgegeben. Bis sie eines Tages nach London reist um an der Feier des 40. Hochzeitstages ihrer Eltern teilzunehmen und dort am Londoner Hauptbahnhof auf Jack (Simon Pegg) trifft, der Nancy verwechselt und für sein Blind Date hält. Nancy packt die Gelegenheit am Schopf und lässt sich auf eine aufregende Reise in die Nacht ein…

Wie es sich für eine echte RomCom gehört, muss auch MAN UP die typischen Stadien innerhalb des vorgegebenen Handlungsverlaufs abhaken. Auf das Kennenlernen folgt das Verlieben, darauf die Trennung aufgrund eines dummen Fehlers/Missverständnisses/usw. und am Ende natürlich die herbeigesehnte Wiedervereinigung. Und wie es sich für eine echte RomCom gehört, ist auch in MAN UP ausschließlich der Weg zum vorbestimmten Ende das Ziel und nicht dieses vorbestimmte Ende selbst. Und dieser Weg ist hier doch um einiges lustiger und unterhaltsamer geraten als in der stereotypen Durchschnitts-RomCom. Der besondere Reiz an diesem Weg ist die Tatsache, dass sich die Haupthandlung von MAN UP im Endeffekt auf einen einzigen Abend bzw. eine einzige Nacht beschränkt und die vorgenannten Eckpunkte des Handlungsverlaufs somit in Windeseile erreicht werden müssen. MAN UP ist ungemein rasant inszeniert, die Chemie der beiden Hauptdarsteller Simon Pegg und Lake Bell passt ausgesprochen gut, die vorhandenen Gags funktionieren zu größten Teilen und die diversen abstrusen Situationen, in die das Paar immer wieder gerät, wirken in ihrer teils hoffnungslosen Überzeichnung schon fast wieder glaubwürdig. MAN UP ragt qualitativ deutlich aus dem mittlerweile schon ausgesprochen unübersichtlich gewordenen Genre der romantischen Komödie heraus und sei an dieser Stelle ausdrücklich zur Sichtung empfohlen.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

AMERICAN FLYERS (USA 1985, Regie: John Badham)

american flyers

(Fassung: DVD, Warner, Deutschland)

Regisseur John Badham erzählt die Geschichte zweier Brüder (Kevin Costner und David Marshall Grant), die durch die gemeinsame Teilnahme an einem höllischen Radrennen nach Jahren der Trennung versuchen, ihre Familie wieder zu einen.

AMERICAN FLYERS ist eine Mischung aus Sportfilm und Familiendrama, welche exakt die unzähligen Klischees aufbietet, welche man sich aufgrund der Mini-Inhaltsangabe im ersten Satz dieses Textes so ausmalen könnte. Es gibt mit Kevin Costner den Bruder, der sich einst abgewendet hat und nun wieder zurückkehrt. Es gibt eine schwere Krankheit, die zusätzlich Dramatik ins Geschehen bringt. Und es gibt natürlich dieses gemeinschaftliche Sportereignis (incl. des fiesen Gegenspielers), welches bestens dazu geeignet ist, die Protagonisten an ihre Grenzen gehen zu lassen um im ach so unerwarteten Erfolg die Familie schließlich wieder zu vereinigen.

Wenn man einem Genre solche Klischees verzeihen kann, dann ist es allerdings das Genre des Sportfilms. Hier lässt man sich immer wieder gerne und bereitwillig anstecken und überrumpeln, hier ertappt man sich jedes Mal aufs Neue und stellt fest, dass man hofft und bangt, wo es doch eigentlich gar nichts zu hoffen und zu bangen gibt, weil das Ende der Geschichte in 99% aller Fälle doch sowieso von vornherein schon feststeht. Und doch bekommt man immer und immer wieder bei solchen Filmen eine Gänsehaut in diesen entscheidenden Szenen, in denen es ums Ganze geht, um den sportlichen Erfolg oder die (eh nicht stattfindende) Niederlage. AMERICAN FLYERS macht mit seinen enorm packend und spektakulär inszenierten Radrennsequenzen da keine Ausnahme. Auch John Badham gelingt es – wie vielen seiner Kollegen zuvor – mit Leichtigkeit, den Zuschauer für sich einzunehmen und Spannung zu erzeugen, wo doch eigentlich gar keine Spannung existieren dürfte. Davor kann man auch gerne mal seinen imaginären Hut ziehen.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

MEN IN BLACK 3 (USA 2012, Regie: Barry Sonnenfeld)

men in black 3

(Fassung: Blu-ray 3D, Sony, Deutschland)

Regisseur Barry Sonnenfeld kehrt mit MEN IN BLACK 3 – stolze 10 Jahre nach dem unmittelbaren Vorgänger – erneut zu der geheimen Spezialeinheit zurück, welche das bunte Treiben der zahlreichen Außerirdischen auf der Erde überwacht und legt einen Film vor, der sich qualitativ vor den beiden ersten Teilen sicher nicht verstecken muss.

Aufgrund des Verlaufs des Plots – Will Smith als Agent J muss ins Jahr 1969 zurückreisen um zu verhindern, dass sein Partner K (Tommy Lee Jones / Josh Brolin) von einem besonders gefährlichen Alien getötet, die Geschichte dadurch entscheidend verändert wird und die Erde in der Gegenwart vor der Auslöschung steht – hat Tommy Lee Jones zwar nur eine etwas größere Nebenrolle abbekommen und taucht letztendlich nur im ersten Drittel und ganz am Ende des Films auf, sein Fehlen wird aber durch das Mitwirken von Josh Brolin, der den jungen K im Jahr 1969 spielt, locker wettgemacht und wurden die ersten beiden Filme zu großen Teilen auch durch diese Chemie zwischen Will Smith und Tommy Lee Jones getragen, so trägt MEN IN BLACK 3 nun stattdessen eben die Chemie zwischen Will Smith und Josh Brolin. Sehr schön auch zu sehen, dass Barry Sonnenfeld dem Stil der beiden Vorgänger treu geblieben ist und sich nicht den Gepflogenheiten des modernen Blockbusterkinos angepasst hat. MEN IN BLACK 3 kommt schon fast nostalgisch daher, mit seiner wieder mal ziemlich geradlinigen Geschichte (trotz Zeitreisethematik), seiner erneut übersichtlichen Laufzeit (der Film ist mit etwas über 100 Minuten gerade mal gut 20 Minuten länger als die beiden Vorgänger und so immer noch meilenweit von den Laufzeiten moderner Blockbuster entfernt, die ja gerne mal 2,5 Stunden oder noch länger dauern) und seinen unkomplizierten Helden, die keine gebrochenen Figuren sein müssen, um den Zuschauer zu erreichen. MEN IN BLACK 3 bietet kurzweiligen Spaß, ist witzig und actionreich und läuft, was die diversen Alien-Effekte angeht, vor Kreativität mal wieder regelrecht über.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

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