Juni 2016: Beitrag Nr. 2

SOUTHPAW (Hongkong / USA 2015, Regie: Antoine Fuqua)

southpaw

(Fassung: Blu-ray, Tobis, Deutschland)

In Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Kurt Sutter schickt Regisseur Antoine Fuqua Jake Gyllenhaal als erfolgreichen Boxer in den Ring, malträtiert ihn mit fiesen Schicksalsschlägen, lässt ihn von ganz oben nach ganz unten abstürzen, nur um ihn im Schlussdrittel wie Phoenix aus der Asche wieder aufsteigen zu lassen…

Obwohl mich der Boxsport im wahren Leben überhaupt nicht interessiert, habe ich im Lauf meiner filmischen Sozialisierung – vor allem wegen der ROCKY-Reihe – eine Vorliebe für Boxfilme entwickelt und musste mir aus diesem Grund natürlich auch SOUTHPAW ansehen, einen Film, an den ich doch relativ hohe Erwartungen hatte. Wegen seines Hauptdarstellers, den ich immer gerne sehe. Und natürlich auch wegen seines Regisseurs, von dem ich spätestens seit SHOOTER ein großer Fan bin.

Vielleicht bin ich ja an meiner Erwartungshaltung gescheitert, aber so wirklich mitreißen konnte mich SOUTHPAW eigentlich nur im Schlussdrittel, beim wirklich atemberaubend inszenierten Schlusskampf, bei dem der Film dann alle Erwartungen erfüllen konnte und mich mit Gänsehaut und einer Träne im Auge in den Abspann entließ. Die Mischung aus Sportfilm und Drama in den knapp 90 Minuten davor hat leider nicht so gut funktioniert. Das wirkte alles viel zu konstruiert, viel zu übertrieben und viel zu unglaubwürdig und konnte mich als Zuschauer eigentlich nie so wirklich berühren. Eigentlich plätscherte SOUTHPAW über weite Strecken nur so dahin. Bis dann dieses Schlussdrittel kam und aus einem bis zu diesem Zeitpunkt höchstens halbwegs unterhaltsamen Film dann doch noch einen guten Film machte.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

PERSONAL BEST (USA 1982, Regie: Robert Towne)

personal best

(Fassung: DVD, Warner, USA)

Regisseur und Drehbuchautor Robert Towne erzählt die Geschichte zweier Fünfkämpferinnen (Mariel Hemingway und Patrice Donnelly), die in Qualifikationswettkämpfen versuchen, einen Platz im US-Team für die olympischen Sommerspiele 1980 zu ergattern, sich ineinander verlieben und schon schnell ihre Gefühle füreinander auf der einen und den bestehenden Konkurrenzkampf auf der anderen Seite nicht mehr miteinander vereinbaren können, natürlich noch nicht ahnend, dass die Teilnahme an der anstehenden Olympiade aus politischen Gründen von den USA boykottiert werden wird…

Robert Towne gelingt sowohl ein intimer und auch authentisch wirkender Einblick in das Innenleben eines Sportteams, dem alltäglichen Konkurrenzkampf, den die verschiedenen Sportlerinnen ausgesetzt sind und der harten Trainingsarbeit, die hinter den erhofften Erfolgen steckt, als auch ein einfühlsames Portrait zweier Frauen, denen ihre Gefühle einen gehörigen Strich durch ihre sportlichen Karriereplanungen zu machen drohen. Sehr schön auch zu sehen, wie vollkommen normal und natürlich Robert Towne die gleichgeschlechtliche Beziehung der beiden Frauen darstellt, für einen Film aus dem Jahr 1982 ist das ja nicht unbedingt selbstverständlich.

So wirklich gepackt hat mich PERSONAL BEST allerdings nicht. Townes Film kann zwar auch in schauspielerischer Hinsicht – vor allem wegen Hemingway und Donnelly in den Rollen der beiden Sportlerinnen und Scott Glenn in der Rolle des Trainers – durchaus überzeugen, hat aber mit dem großen Problem zu kämpfen, dass er mit einer Laufzeit von über 2 Stunden mindestens 30 Minuten zu lang gewesen ist und die Sportart des Fünfkampfs nun auch nicht unbedingt optimal dazu geeignet ist, den Film mit wirklich packenden Sportszenen zu füllen und so die Spannung zumindest ein bisschen hochzuhalten. Irgendwann zieht sich PERSONAL BEST fast nur noch wie Kaugummi und ich war am Ende dann auch schon fast froh, als er endlich vorbei war. Irgendwie schade, hätte den Film gerne mehr gemocht. Von seinem Ansatz und seiner Aussage her steht PERSONAL BEST auf jeden Fall auf der Seite der Guten.

Bewertung: Ganz ok! – 5/10

 

 

AMERICAN ULTRA (Schweiz / USA 2015, Regie: Nima Nourizadeh)

american ultra

(Fassung: Blu-ray, Concorde, Deutschland)

Jesse Eisenberg spielt Mike Howell, einen in einer amerikanischen Kleinstadt lebenden und nicht gerade selten bekifften Loser, der bereits Panikattacken bekommt, wenn er mit seiner Freundin Phoebe (Kristen Stewart) mal die Stadtgrenze überschreiten soll und dessen Leben von der einen auf die andere Sekunde komplett auf den Kopf gestellt wird, als er sich einem Killerkommando gegenüber sieht und plötzlich ungeahnte Fähigkeiten entdeckt. Denn der von Eisenberg gespielte Howell ist in Wahrheit eine vom CIA ausgebildete und stillgelegte Tötungsmaschine, die nun für immer zum Schweigen gebracht werden soll…

Regisseur Nima Nourizadeh zeichnete vor AMERICAN ULTRA für den im Found-Footage-Stil gedrehten PROJECT X verantwortlich, in dem eine Party komplett außer Kontrolle geriet und der den Zuschauer mit Unglaublichkeiten am laufenden Band konfrontierte. So ähnlich geht es auch in AMERICAN ULTRA zu, auch wenn dieser Film hier natürlich – was die Handlung und die eingesetzten Stilmittel angeht – rein gar nicht mit dem Erstlingswerk des Regisseurs zu vergleichen ist.

Als Zuschauer sitzt man staunend und kopfschüttelnd vor dieser komplett durchgeknallten Wundertüte von Film, die Nourizadeh da auf einen loslässt und kann sich über die ganze Laufzeit nie so richtig entscheiden, ob man das, was man da sieht, nun gut oder beschissen finden soll. Die Handlung ist komplett hanebüchen, Spannung und Atmosphäre sind praktisch nicht vorhanden, stattdessen wird AMERICAN ULTRA von seinen Schauwerten regiert, die reichlich vorhanden sind und zu großen Teilen aus oft derben Gewaltausbrüchen bestehen. Ich selbst bin mir auch drei Tage nach Sichtung des Films noch immer nicht ganz sicher, was ich da eigentlich gesehen habe. Es war auf jeden Fall verdammt unterhaltsam, auch wenn streckenweise die Gefahr bestand, Ermüdungserscheinungen wegen kompletter Reizüberflutung zu erleiden.

Bewertung: Unterhaltsam! – 6/10

 

 

DER WÜRGER VON SCHLOSS BLACKMOOR (Deutschland 1963, Regie: Harald Reinl)

der würger von schloss blackmoor

(Fassung: DVD, Universum, Deutschland)

Im Gegensatz zum Vorgänger DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN KOFFER orientiert sich der zweite Film in Brauners Bryan-Edgar-Wallace-Reihe was Settings und Atmosphäre angeht doch deutlich mehr an den großen Vorbildern der Rialto. Angesiedelt ist DER WÜRGER VON SCHLOSS BLACKMOOR in einem dieser wunderbaren Schloss-Settings und die Handlung dreht sich um einen maskierten Killer, der Menschen rund um das titelgebende Schloss auf diverse Methoden um die Ecke bringt, um die typischen Querelen rund um ein Erbe und um wertvolle Diamanten, auf die es nicht gerade wenige zwielichtige Typen abgesehen haben.

Was an DER WÜRGER VON SCHLOSS BLACKMOOR in erster Linie positiv hervorzuheben ist, sind seine Schauwerte und die Tatsache, dass der Film von Regisseur Harald Reinl ohne große Längen und überaus flott inszeniert wurde. Toll ist natürlich vor allem das alte Schloss mit seinen Geheimgängen, seinen unheimlichen Kellerverliesen und seinen undurchsichtigen Bewohnern, u.a. einem irren Diener, der in einem Kellergewölbe mit Wahnsinn in den Augen seine Zeit mit dem Schleifen von Diamanten verbringt. Zudem sind die Morde, die der titelgebende Würger begeht, erstaunlich derbe ausgefallen. Da wird nicht nur gewürgt, sondern gleich noch enthauptet und mitunter auch mit schweren Kalibern geschossen. Schön auch zu sehen, dass das obligatorische “comic relief“ im Vergleich zum Vorgänger hier deutlich verhaltener agiert. War es in DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN KOFFER noch Chris Howland, der sich zum Deppen machen durfte, ist es hier nun Walter Giller, der als schrulliger Schlossbesitzer für Heiterkeit sorgen soll, dabei für den Zuschauer aber nie so anstrengend wird, wie es eben Howland im Film zuvor noch gewesen ist. Und dann hat Reinl in der Rolle der Leading Lady Karin Dor zur Verfügung, die ihren Part natürlich souverän meistert und dem Film das verleiht, was ihm sonst – und das ist dann auch seine große Schwäche – leider vollends abgeht, nämlich einen Hauch von Starpower. Die Rolle des Ermittlers wurde mit Harry Riebauer erneut mit einem Schauspieler besetzt, der diesen wichtigen Part praktisch zu keiner Sekunde so wirklich ausfüllen kann. In den Vorbildern der Rialto wurden diese Rollen mit Charakterköpfen wie Fuchsberger oder Drache besetzt, denen Riebauer leider in keinster Weise das Wasser reichen kann.

Bewertung: Unterhaltsam! – 6/10

 

 

FLED (USA 1996, Regie: Kevin Hooks)

fled

(Fassung: DVD, MGM, Deutschland)

Aufgrund einer Verkettung dummer Zufälle befinden sich in FLED die beiden Häftlinge Piper (Laurence Fishburne) und Dodge (Stephen Baldwin) plötzlich aneinander gekettet auf der Flucht aus Gefängnisgewahrsam und vor den sie verfolgenden Ordnungshütern. Dass sich die beiden nun nicht gerade bestens miteinander erschweren erleichtert ihre missliche Lage ebenso wenig wie die Tatsache, dass neben den Behörden auch die kubanische Mafia hinter ihnen her ist…

Herausgekommen im Jahr 1996, könnte man meinen, FLED müsste schon allein aufgrund seiner Ausgangssituation mit den beiden aneinander geketteten Streithähnen ein Paradebeispiel für einen dieser von Humor durchsetzten Actionfilme aus den 90ern sein. Aber weit gefehlt, FLED ist zwar nicht gänzlich von Humor befreit – ein paar komische Momente mussten damals wohl einfach in jeden Actionfilm integriert werden -, über weite Strecken geht es in diesem rasanten Jagd/Flucht-Szenario aber durchaus ernst und auch ausgesprochen grimmig zur Sache. Regisseur Kevin Hooks, der hauptsächlich fürs TV arbeitet und für den FLED neben dem 4 Jahre zuvor entstandenen PASSENGER 57 mit Wesley Snipes in der Hauptrolle einen der ganz wenigen nennenswerten Ausflüge ins Kino darstellt, geht hier wirklich alles andere als zimperlich zur Sache. FLED wird von blutigen Shoot-Outs und druckvollen Actionszenen beherrscht, die geschickt innerhalb des Handlungsverlaufs platziert sind und dem Zuschauer nur wenig Zeit zum Verschnaufen lassen. Hooks treibt seine Handlung ohne große Schnörkel voran, baut dabei geschickt Spannung auf und entwickelt seine beiden Hauptcharaktere inmitten einer Ansammlung ziemlich klischeehafter Figuren immerhin so weit, dass sie einem als Zuschauer nicht egal bleiben und man relativ schnell eine Bindung zu ihnen aufbauen kann. FLED ist ein Beispiel für grundsolides und im höchsten Maße unterhaltsames Actionkino an dem es im Endeffekt nichts groß auszusetzen gibt.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

HOTEL TRANSYLVANIA 2 (USA 2015, Regie: Genndy Tartakovsky)

hotel transylvania 2_01

hotel transylvania 2_02

(Fassung: Blu-ray 3D, Sony, Deutschland)

Nachdem sich der ein Hotel für Monster betreibende Graf Dracula im Vorgänger aus dem Jahr 2012 noch damit auseinandersetzen musste, dass ein Menschenjunge in sein Hotel gelangt war und er dies vor seinen Gästen verzweifelt zu vertuschen versuchte, beginnt HOTEL TRANSYLVANIA 2 nun mit der Hochzeit eben dieses Menschenjungen mit Draculas Tochter Mavis, eine Verbindung, aus der schon bald Nachwuchs hervorgehen soll. Als sein Enkelsohn bereits knapp 5 Jahre alt ist und noch immer keine Anzeichen zeigt, dass auch in ihm ein echter Vampir steckt, wird Dracula jedoch langsam nervös und versucht mit allen Mitteln, den tief im Inneren des Jungen schlummernden Vampir zu wecken…

Regisseur Genndy Tartakovsky verlässt sich bei seiner Fortsetzung zwar erneut auf all die Zutaten, die bereits seinen Vorgänger zu einem großen Spaß für alte Altersklassen haben werden lassen, an die extrem hohe Gagdichte von HOTEL TRANSYLVANIA kommt der zweite Teil jedoch leider nicht heran. Es dauert einige Zeit bis der Film so richtig Fahrt aufnimmt und richtig lustig wird HOTEL TRANSYLVANIA 2 eigentlich erst in der zweiten Hälfte, wenn Dracula sich mit seinen Monsterkumpels seinen Enkelsohn schnappt und diesen ohne das Wissen seiner Tochter, die sich derweil in Kalifornien auf Haussuche befindet, da sie plant, mit ihrem Mann und ihrem Sohn aus Transsilvanien wegzuziehen, auf einen Road Trip der etwas anderen Art mitnimmt um endlich den Vampir in ihm zu wecken. Ab diesem Zeitpunkt haben sich schon einige zum Schreien komische Szenen in HOTEL TRANSYLVANIA 2 eingeschlichen, nennenswert dabei vor allem die leider schon im Trailer verheizte Sequenz, in der Dracula seinem Enkel das Fliegen beibringen will.

Unbedingt erwähnenswert ist natürlich auch die erneute Liebe zum Detail, die bereits den Vorgänger auszeichnete und die hier auch wieder in praktisch jeder Szene zum Vorschein kommt. In allen Ecken und Winkeln des Films gibt es erneut jede Menge an liebevollen Kleinigkeiten zu entdecken und allein diese Tatsache macht – wie bereits den Vorgänger – HOTEL TRANSYLVANIA 2 zu einem Film, der nicht nur das kindliche Zielpublikum anspricht, sondern auch einem erwachsenen, horrorfilmbegeisterten Publikum in nicht wenigen Sequenzen ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern dürfte.

Bewertung: Gut! – 7/10

 

 

GAME OF THRONES: SEASON 4 (USA 2014; Idee: David Benioff / D.B. Weiss)

game of thrones

(Fassung: Blu-ray, HBO/Warner, Deutschland)

Die mittlerweile vierte Staffel von GAME OF THRONES ist die erste Staffel, die nicht auf einem ständig konstant bleibenden Niveau am Zuschauer vorbeizieht, sondern innerhalb der 10 Folgen auch mal den einen oder anderen Ausreißer nach unten und nach oben parat hält, was der Serie durchaus zum Vorteil gereicht. Diese Staffel ist auch die erste Staffel, die mich nun nicht allein aufgrund der grandiosen Oberfläche, sondern auch aufgrund des Inhalts für sich einnehmen konnte.

Ein Markenzeichen der Serie (bzw. der Romanvorlagen, die ich allerdings nicht gelesen habe) ist ja, dass sie mit Hauptfiguren nicht sonderlich zimperlich umgeht. Man muss jederzeit damit rechnen, dass eine etablierte Hauptfigur auf möglichst derbe Art und Weise aus dem Leben scheiden muss und wie in den drei Staffeln zuvor, müssen natürlich auch in Season 4 so einige größere Charaktere ihren Hut nehmen. Das hat den großen Vorteil, dass dieses irrsinnige Figurengeflecht, mit all den gegenseitigen Interessen, welche die einzelnen Personen so haben, und für das man insbesondere in der vorherigen Staffel schon langsam aber sicher einen Stammbaum hätte aufzeichnen müssen um es komplett überblicken zu können, nun langsam etwas ausgedünnt wird und GAME OF THRONES in dieser vierten Staffel erstmals weitaus übersichtlicher geraten ist als in den drei Staffeln zuvor. Inmitten von Sex und Gewalt, von blanken Brüsten, rollenden Köpfen und heraushängenden Eingeweiden ist es mir nun endlich gelungen, auch echtes Interesse für den Handlungsverlauf und die verschiedenen Figuren zu entwickeln und mich nicht allein aufgrund der exorbitanten Schauwerte unterhalten zu lassen. Mal schauen, wie es weitergeht.

Bewertung: Sehr gut! – 8/10

 

 

ORPHAN (Deutschland / Kanada / USA 2009, Regie: Jaume Collet-Serra)

orphan

(Fassung: Blu-ray, Kinowelt, Deutschland)

Horrorfilme, in denen Kinder der Ausgangs- und Mittelpunkt des Horrorgeschehens sind, halte ich in ihrer Wirkung meist für besonders effektiv. Auch ORPHAN macht da keine große Ausnahme. Im Mittelpunkt steht die 9-jährige Esther (unfassbar unheimlich: Isabelle Fuhrman), die von den Ehegatten Kate (Vera Farmiga) und John (Peter Sarsgaard) adoptiert wird und sich schon bald zu einer echten Gefahr – vor allem für die beiden leiblichen Kinder des Paares – entwickelt, wobei insbesondere der von Peter Sarsgaard gespielte Vater seine Augen vor diesen Entwicklungen verschließt und die Bedenken seiner Frau in keinster Weise ernst nehmen will. Wie es in solchen Filmen nun mal ist, steuert alles auf die unausweichliche Katastrophe zu…

Regisseur Jaume Collet-Serra, der sich in den Jahren nach ORPHAN ja zu so etwas wie dem Hausregisseur von Liam Neeson entwickeln sollte (er inszenierte UNKNOWN, NON-STOP und RUN ALL NIGHT mit Neeson in der Hauptrolle), lässt das Böse in Gestalt eines zunächst unschuldig wirkenden Mädchens langsam und unausweichlich über die Protagonisten des Films und über sein Publikum hereinbrechen. Wie Collet-Serra die Spannungsschraube immer mehr anzieht, eine immer dichtere Atmosphäre entwickelt, dem Zuschauer immer einen kleinen Wissensvorsprung gewährt und es so schafft, dass man dem Geschehen auf dem Bildschirm in kompletter Hilflosigkeit und der bösen Vorahnung folgt, dass dieser Film kein Happy End für alle Beteiligten bereit halten dürfte, ist ungemein effektiv und macht ORPHAN zu einem absoluten Nailbiter. Dass ein Film wie dieser natürlich auch nicht ohne typische Horrorfilmklischees auskommen kann und dass der Twist um die Identität der Adoptivtochter doch etwas arg konstruiert wirkt, trübt den positiven Gesamteindruck zwar ein kleines bisschen, an der Tatsache, dass ORPHAN als Horrorfilm richtig gut funktioniert, können diese Schwächen jedoch auch nichts ändern. Und Vera Farmiga in der Rolle der Mutter spielt einfach großartig. Auch das muss unbedingt noch erwähnt werden.

Bewertung: Gut! – 7/10

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s